Günter Hermann Heinrich Wassermann (* 19. September 1902 in Berlin; † 30. September 1986 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Metallurg und Hochschullehrer.
Leben Nach dem Studium der Chemie in Berlin forschte Wassermann im Zuge seiner Promotion am Kaiser-Wilhelm-Institut für Faserstoffchemie und am Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung in Dahlem an Tellureinkristallen und wurde 1928 zum Dr. phil. promoviert. Von 1944 bis 1976 war er Leiter des Institutes für Metallkunde und Metallphysik der späteren Technischen Universität Clausthal und von 1948 bis 1950 Rektor der damaligen Bergakademie Clausthal.
Werk/Wirken Wassermann arbeitete in diversen Bereichen der Metallphysik, ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die Untersuchung von Texturen. Die „Nishiyama-Wassermann-Beziehung“, die die Orientierungsbeziehung bei der γ/ɑ'-Phasenumwandlung beschreibt, ist nach ihm und Zenji Nishiyama benannt. Er war als Mitherausgeber an der Gründung von Acta Metallurgica beteiligt und wurde 1965 durch die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde mit der Heyn-Denkmünze ausgezeichnet. Aus der von ihm und Johanna Gerwen organisierten Konferenz „Textures in Research and Practice“ ging die internationale Texturtagung „International Conference on Textures of Materials“ (ICOTOM) hervor. 1961/62 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde. 1965 wurde Wassermann durch die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde mit der Heyn-Denkmünze geehrt. Georg Frommeyer, Johanna Gerwen, und Erhard Hornbogen waren seine Schüler.
Literatur
Weblinks
Wassermann, Günter bei gepris-historisch Rektoratsreden Technische Universität Clausthal
Einzelnachweise
Kategorie:Metallurg Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Clausthal) Kategorie:Rektor (Technische Universität Clausthal) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1986 Kategorie:Mann