Gwyncilla, Legend of Dark Ages ist ein luxemburgischer Fantasyfilm von Andy Bausch aus dem Jahre 1986. Der Film basiert vage auf einer lothringischen Legende.

Handlung Im Mittelalter zieht eine Gruppe von Gauklern mit ihrem Pferdewagen durch das Land. Sie erzählt die Legende von Gwyncilla, die aus der Liebe zwischen einer Fee und einem Grafen hervorging. Da der Hof des Grafen die Heirat mit der Fee verbot, weil sie zu schön und zu unabhängig war, wurde sie aus dem Schloss verbannt. Sie flüchtete in eine Kirche und gebar dort Gwyncilla. Jahre vergingen, die Fee starb und Gwyncilla wuchs zu einer wunderschönen jungen Frau heran. Die Gaukler Aracab, der Sänger Walram, der stumme Fadag, die Magd Nitta und der alte Godinus haben diese Geschichte schon so oft erzählt und aufgeführt, dass sie glauben, sie sei nur eine Legende. Doch eines Tages enthüllte der Zwerg Durugan ihnen, dass es sich nicht um eine Legende handelte, dass der Graf und Gwyncilla noch lebten und dass das junge Mädchen immer noch in der Kirche gefangen gehalten wurde, in der es geboren worden war. Es hieß, dass sie eines Tages von einem jungen Troubadour befreit werden würde. Also machen sich Aracab auf die Suche nach Gwyncilla und nehmen die ganze kleine Gruppe mit.

Produktion Der Film hatte ein Budget von 3 Millionen Luxemburgischer Franc. Die Finanzierung des Films wurde zu fast ein Drittel vom Fonds Culturel National übernommen, der Rest wurde über Spenden finanziert. Vier Fulltime-Cineasten arbeiteten an dem Film mit: Andy Bausch als Regisseur, Jean-Louis Sonzogni ein professioneller Kameramann und zwei vollberufliche Toningenieure, Thomas Gauder und Denis Séchaud. Alle anderen der rund 130 Schauspielern und Statisten sind mehr oder weniger reine Amateure. Dabei arbeiteten die meisten unentgeltlich, die Profis machten ihre Gage vom Erfolg des Films abhängig. Die Dreharbeiten begannen am 12. August 1985. Während der Drehzeit von über einem Monat wurden 14 bis 16 Stunden am Tag gearbeitet mit nur zwei Ruhetagen. Gedreht wurde in Frankreich (Rodemack, Roussy-le-Bourg) und Luxemburg (Eschdorf, Ansemburg, Brandenburg, Heinerscheid, Schléifmillen, Kalbacherhof).

Probleme Die Dreharbeiten waren von Problemen geplagt. Ein Pferd wurden krank, wodurch ein ganzer Drehtag ausfiel, andere Pferde wollten einfach nicht in den Transporter steigen. Zudem kam es zu endlosen Aufenthalten mit Material und Tieren am Grenzübergang. Hinzu kamen Autopannen, eine Kamera fiel ins Wasser und ein 5-kW-Scheinwerfer stürzte aus vier Metern Höhe zu Boden. Zudem wurden Requisiten zu Hause vergessen. Das Wetter machte ebenfalls öfter einen Strich durch den ohnehin strapazierten Drehplan. Das Material kam frisch aus dem Labor mit Streifen zurück und musste neu gedreht werden. Es gab kleine Unfälle mit Materialschäden an Mensch und Maschine.

Veröffentlichung Im Rahmen der Eröffnung des Klenge Kino in Schrondweiler am 7. Februar 1986 wurde ein Screening des Films für die Presse durchgeführt. Die Presse war nach der Vorstellung verhalten. Paul Thiltges versuchte es damit zu erklären, dass es sich um eine mit allerlei ton- und sequenztechnischen Mängeln behaftete Nullkopie, die erst in letzter Minute vom Kopierwerk angeliefert worden sei, handelt und diese Fehler seien bei der offiziellen Premiere, die am 27. Februar im Esch an der Alzetter Kinosch stattfand, behoben.

Der Film wurde am 28. Februar 1986 in den luxemburgischen Kinos veröffentlicht. Ihn sahen insgesamt 5.400 Menschen in den Kinos. Der Film wurde 1987 auf dem AFI European Community Festival gezeigt. Dort sei der Film gut angekommen, die Abendvorstellungen waren mehrmals ausverkauft, und das in Sälen von über 400 Plätzen. Auch die Kritiker reagierten äußerst positiv.

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1986 Kategorie:Luxemburgischer Film Kategorie:Fantasyfilm