mini|hochkant|Seaton Schroeder Seaton Schroeder (* 17. August 1849 in Washington, D.C.; † 19. Oktober 1922 ebenda) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Atlantikflotte, einer Vorgängerorganisation des späteren United States Fleet Forces Commands.

Leben Er war ein Sohn von Francis William Schroeder (gest. 1894) und dessen Frau Caroline Seaton (1824–1855). Sein Vater war US-Botschafter in Schweden und sein Großvater mütterlicherseits war William Winston Seaton (1785–1866), der zwischen 1840 und 1850 Bürgermeister von Washington, D.C. war. Er verbrachte seine frühen Jahre unter anderem in Stockholm in Schweden, wo sein Vater amerikanischer Botschafter war, und in Paris. Später war die Familie in Newport in Rhode Island und dann in New York City ansässig.

Im Jahr 1868 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Konteradmiral.

Schroeder diente zunächst an Bord mehrerer Schiffe im asiatischen und dann im pazifischen Geschwader, die im Jahr 1907 vorübergehend zur United States Pacific Fleet zusammengelegt wurden. Im Juni 1874 wurde er Offizier auf der USS Swatara, die mit einigen Wissenschaftlern an Bord in den Südpazifik fuhr, um den Venustransit zu beobachten. Im weiteren Verlauf war Schroeder elf Jahre lang mit hydrographischen Aufgaben befasst. Ende der 1880er Jahre gehörte er zwei Jahre lang dem Stab des Office of Naval Intelligence (ONI) an.

Im Jahr 1890 erhielt er das Kommando über den gerade in Dienst gestellten Dynamitkanonenkreuzer USS Vesuvius. Danach war er zwischen 1893 und 1896 Stabsoffizier (Ordnance Officer) bei der Marinewerft in Washington. Anschließend wurde er Erster Offizier auf dem Schlachtschiff USS Massachusetts, mit dem er im Spanisch-Amerikanischen Krieg eingesetzt war. Sein Schiff war unter anderem an der Blockade von Santiago de Cuba beteiligt.

Zwischen 1900 und 1903 war Schroeder mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1901 Marinegouverneur von Guam. Gleichzeitig kommandierte er das dort stationierte Schiff USS Yosemite, das allerdings im November 1900 nach schweren Sturmschäden sank. Dann kommandierte er die USS Brutus. Zwischen Mai 1903 und April 1906 leitete er das ONI. Anschließend erhielt er das Kommando über das gerade fertiggestellte Schlachtschiff USS Virginia. Mit diesem nahm er an der Weltumschiffung der Great White Fleet teil. Dabei gehörte die USS Virginia zur Zweiten Division dieser Flotte. In der Folge kommandierte er eine Division der Atlantikflotte.

Im März 1909 übernahm Seaton Schroeder als Nachfolger von Charles S. Sperry das Kommando über die amerikanische Atlantikflotte. Dabei handelt es sich um die Vorgängerorganisation des heutigen Fleet Forces Command. Dieses Amt bekleidete er bis zum Juni 1911, als er von Hugo Osterhaus abgelöst wurde. Anschließend schied er vorübergehend aus dem aktiven Militärdienst aus.

Im Jahr 1912 wurde er reaktiviert und mit der Erstellung eines neuen Signalsystems (signal book) betraut. Nach einer weiteren zwischenzeitlichen Pensionierung kehrte er nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg noch einmal in den aktiven Dienst zurück. Dabei leitete er die hydrographische Abteilung der Marine (Chief Hydrographer). Gleichzeitig war er der Vertreter der Marine beim United States Board on Geographic Names. Anschließend schied er endgültig aus dem Militärdienst aus.

Der seit 1879 mit Maria Campbell Wainwright (1856–1926) verheiratete Offizier starb am 19. Oktober 1922 in Washington und wurde auf dem dortigen Kongressfriedhof beigesetzt. Im Jahr 1942 wurde der Zerstörer USS Schroeder nach ihm benannt.

Weblinks

Schroeder bei der Great White Fleet (zuletzt abgerufen am 6. März 2026)

Nachruf in der NY Times (zuletzt abgerufen am 6. März 2026)

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