Christian Schmidt-Leithoff (* 10. Oktober 1935 in Berlin; † 12. Juni 2018 in Stuttgart-Bad Cannstatt)Traueranzeige Christian Schmidt-Leithoff. In: Frankfurter Allgemeine / Lebenswege vom 16.6.2018 (abgerufen am 5. März 2026). war ein deutscher Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.Schmidt-Leithoff, Christian. In: Dorit Petschel (Bearb.): Die Professoren der TU Dresden 1828 - 2003. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2003, S. 850, ISBN 3-412-02503-8; Prof. Dr. jur. habil. Christian Schmidt-Leithoff. In: Catalogus professorum dresdensis; Prof. Dr. jur. Christian Schmidt-Leithoff. In: Forschungsdatenbank Freiburg (beides abgerufen am 5. März 2026).

Leben und Wirken Nach seiner Reifeprüfung 1945 an der Gelehrtenschule Johanneum in Hamburg studierte Christian Schmidt-Leithoff ab 1954 Rechtswissenschaft und Betriebswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Universität Hamburg. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen 1958 in Hamburg war er Rechtsreferendar in Hamburg, Heidelberg und Mannheim und absolvierte 1963 das zweite Staatsexamen. 1965 promovierte er zum Dr. jur. über „Die Rechtslage der nichteingetragenen Dauergenossenschaft“ an der Universität Hamburg. In der Zeit von 1963 bis 1994 arbeitete er als Jurist bei verschiedenen großen Konzernen und wurde 1972 Fachanwalt für Steuerrecht. Im Jahre 1986 habilitierte er sich für Handels- und Wirtschaftsrecht an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 1994 bis 1997 übernahm er mehrere Lehrstuhlvertretungen an deutschen Universitäten. Zuletzt wirkte er von 1997 bis 2002 als Professor für Zivilrecht, Wirtschafts- und Steuerrecht sowie Versicherungswesen an der Technischen Universität Dresden.

Besonders bekannt wurde Schmidt-Leithoff durch seine Mitkommentierung des GmbH-Gesetzes.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Interdependenzen zwischen europäischem und deutschem Wirtschaftsrecht. In: Juristenzeitung, Bd. 43 (1988), S. 430–440.

Die Verantwortung der Unternehmensleitung. Mohr, Tübingen 1989, ISBN 3-16-345496-8 (= Habilitationsschrift Universität Freiburg/Br., 506 Seiten). Gedanken über die Privatrechtsordnungen als Grundlage zum EWG-Verlag. In: Manfred Löwisch u. a. (Hrsg.): Beiträge zum Handels- und Wirtschaftsrecht. Festschrift für Fritz Rittner zum 70. Geburtstag. Beck, München 1991, S. 597–612, ISBN 3-406-34906-4. (Mitautor): Meinrad Dreher (Hrsg.): Unternehmerfreiheit und Unternehmensrecht zwischen Kapitalismus, Sozialismus und Laborismus. Beck, München 1998, ISBN 3-406-43222-0. (Mitautor): Zeitzeugen kommen zu Wort. Erinnerungen eines ehrenamtlichen Richters, einer Verwaltungsleiterin, eines Bezirksrevisors und einer Servicemitarbeiterin. In: Angela Borgstedt/Eberhard Natter (Hrsg.): Die Arbeitsgerichtsbarkeit Baden-Württemberg 1946–2016 (= Schriftenreihe des Rechtshistorischen Museums Karlsruhe / Große Reihe, Bd. 1). Verlag der Gesellschaft für Kulturhistorische Dokumentation e.V, Karlsruhe 2016, S. 315–327, ISBN 978-3-922596-99-8. (Mitbearb.): Heinz Rowedder (Begr.): Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Kommentar. 6. Aufl. Vahlen, München 2017, ISBN 978-3-8006-4726-2 (7. Aufl. 2022).

Einzelnachweise

Kategorie:Wirtschaftsjurist Kategorie:Steuerrechtler (20. Jahrhundert) Kategorie:Steuerrechtler (21. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dresden) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Mann