Das Europaschutzgebiet Übersaxen – Satteins ist ein Natura-2000-Gebiet in Satteins und Übersaxen, Vorarlberg, Österreich. Es gehört zu den bedeutendsten und großflächigsten Vorkommen der Sumpf-Gladiole in den Hanglagen des Landes Vorarlberg. Die entsprechenden Habitate sind in einem guten bis sehr guten Zustand und beherbergen diverse andere seltene und gefährdete Arten. Das Gebiet ist reich an Orchideen. Kleinräumige Kalktuffquellen und Niedermoore sowie die begleitende Fauna machen das Gebiet ökologisch wertvoll.
Lage Das Schutzgebiet liegt in den Gemeinden Übersaxen und Satteins von Kaltenbrunnen über Weiher bis zum Gröllerkopf und Übersaxner Gulm. Gebirgsgeographisch liegt es am westlichen Ausläufer des Walserkamms. Regional liegt es am Schnittpunkt des Vorarlberger Rheintals, des Laternsertals und des Walgaus.
Schutzgüter und Besonderheiten Schutzgüter und Besonderheiten sind Lebensräume, Tiere und Pflanzen.
Lebensräume Geschützte Lebensräume sind insbesondere: Kalkreiche Niedermoore Pfeifengraswiesen Kalktuffquellen Naturnahe Kalk-Trockenrasen Borstgrasrasen Bergmähwiesen
Tiere Hier kommen seltene Insekten vor, unter anderem: Libellen-Schmetterlingshaft Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling Skabiosen-Scheckenfalter
Pflanzen Das Gebiet ist besonders artenreich durch die Verzahnung der unterschiedlichen Habitate. Hier gibt es 54 gefährdete und teils vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten, besonders erwähnenswert sind: Sumpf-Gladiolen Sommer-Drehwurz
Straßen und Wege Im gesamten Gebiet herrscht ein Wegegebot. Die Landesstraße Übersaxnerstraße L73 quert das Schutzgebiet im südlichen Teil. Etwa in der Mitte quert ein Wanderweg das Gebiet, hier ist Rad fahren nicht erlaubt. Ganz im Norden quert ein Güterweg das Gebiet, hier ist wandern und Radfahren erlaubt.
Verhaltensregeln Blumen pflücken und die Entnahme von Pflanzen ist verboten. Für Hunde besteht Leinenpflicht.
Weblinks
Übersaxen – Satteins Rechtsgrundlage im RIS
Einzelnachweise