mini|Röhrstraße 30–36 mini|Röhrstraße 30 und 32 mini|Röhrstraße 34 und 36 Bei der Röhrstraße 30/32/34/36 handelt es sich um eine denkmalgeschützte Hauszeile im Heimatschutzstil in der Nordvorstadt von Weimar. Der Gebäudekomplex ist verzeichnet auf der Liste der Kulturdenkmale am Zeppelinplatz in Weimar.
Geschichte Die um das Jahr 1924 begonnenen Planungen rund um den Zeppelinplatz bzw. die Röhrstraße sind gewissermaßen Notstandsplanungen gewesen, um für die steigende Zahl der Rückkehrer aus dem 1. Weltkrieg Wohnraum zu schaffen. Vor dem Krieg hatte durch die schwache Industrie und die Bevölkerungszahl in Weimar keine Notwendigkeit bestanden für einen „sozialen Wohnungsbau“ oder diese wurde nicht gesehen. Ähnliches war bei den analog entstandenen Beamtenwohnungen der Grund gewesen. Beispiele hierfür sind u. a. August-Bebel-Platz 4, die Großmutterleite, Schwabestraße 9, 11, 18, 20, 22, 24 und Cranachstraße 48/49.August Lehrmann (Hrsg.): Weimar. (= Neue Stadtbaukunst) F. E. Hübsch, Berlin u. a. 1928. (Digitalisat auf klassik-stiftung.de), S. XX f. und S. 39 Abb. 68/69.
Die den von Lehrmann 1927 realisierten Plan umsetzenden Architekten waren für den Zeppelinplatz Paul Bräunlich und Ernst Flemming für den Bereich Röhrstraße.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 615 f. Demzufolge ist diese Häuserzeile nach Flemmings Entwurf entstanden. Allerdings gibt Lehrmann bei der Bildererläuterung für eben diese Häuserzeile das Jahr 1925 an!August Lehrmann (Hrsg.): Weimar. (= Neue Stadtbaukunst) F. E. Hübsch, Berlin u. a. 1928. (Digitalisat auf klassik-stiftung.de), S. 40 Abb. 70.
Die dreigeschossige Häuserzeile mit Satteldach ist mit Fensterläden versehen. Der Durchgang unter Röhrstraße 36 führt zum Rembrandtweg. Der linksseitige Eingang im Durchgang geht in das Haus Rembrandtweg 18. Haus Röhrstraße 30/32 hat den gleichen offenen Zugang zum Hof wie Haus Döllstädtstraße 18. Hofseitig haben diese Gebäude Erker, die als Zwerchhaus die Traufhöhe überragen.Röhrstraße 30 und 32 auf fotoarchiv.weimar.de Die Häuser Röhrstraße 38, 40 und 42 haben das gleiche äußere Erscheinungsbild.
Flemming plante Karina Loos zufolge in der Röhrstraße um 1937 auch weitere Wohngebäude für eine militärische Klientel, ohne allerdings die Hausnummern dafür anzugeben. Sie erwähnt in dem Zusammenhang auch solche Bauten in der Schwanseestraße, Fuldaer Straße, Hindenburgstraße, wie einmal die Fuldaer Straße hießRainer Wagner, Gitta Günther: Weimar – Straßennamen, Rhino-Verlag, Ilmenau 2012, S. 63. ISBN 978-3-939399-49-0, und Jahnstraße.Karina Loos: Die Inszenierung der Stadt. Planen und Bauen im Nationalsozialismus in Weimar. Bauhaus-Universität, Diss., Weimar 1999 online, S. 228.
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Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar