miniatur|Hitlers Mercedes-Benz 770 Cabriolet als „Symbol der faschistischen Diktatur“ miniatur|„Kriegskunst“ – Francis Derwent Wood: Canada’s Golgotha, 1918 Das Kanadische Kriegsmuseum ( wegen der staatlichen kanadischen Zweisprachigkeit gleichberechtigt auch ) ist eines der größten Museen in Ottawa, Kanada. Das Museum beleuchtet kriegerische Konflikte, an denen Kanadier, Métis und Angehörige der First Nations bis heute teilgenommen haben.
Ausstellung Zurück geht das Museum auf eine Sammlung militärischer Artefakte, welche bereits 1880 angelegt wurde.
Unterteilt ist das Museum in mehrere Sektionen: die Kriege der First People und Konflikte auf kanadischem Boden bis zur Nordwest-Rebellion Kanada in den Kriegen des Empire Kanada im Zweiten Weltkrieg Kalter Krieg, Friedenssicherung und jüngere Konflikte Ehrenhalle Wehrtechnik-Ausstellung Gedenkhalle Sonderausstellungen
Darüber hinaus verfügt das Museum über einen Theatersaal und ein militärhistorisches Forschungszentrum.
miniatur|Brisanzgranate nebst Schnittmodell Es wird in dem Museum viel Wert auf eine neutrale Darstellung der Kriegsgeschehnisse gelegt; so werden auch die Kriegsverbrechen der Kanadier im Burenkrieg nicht verschwiegen. Die Darstellungen z. B. eines Schützengrabens aus dem Ersten Weltkrieg und von historischem Filmmaterial stellen vor allem den Grauen des Krieges sehr anschaulich dar. Daher gibt es auch einen speziellen „Ruheraum“ für die Besucher, damit sie dort das Gesehene ungestört verarbeiten können.
Zu den besonderen Attraktionen des Museums gehört das Mercedes-Benz 770 Cabriolet von Adolf Hitler, welches den Kanadiern von den USA nach dem Zweiten Weltkrieg geschenkt wurde, ein T-72 der Nationalen Volksarmee der DDR, eine 8,8-cm-Flak, sowie weiteres zum Teil sehr seltenes Kriegsgerät. Historisch interessant sind vor allem viele originale Schriftstücke und Film- bzw. Fotodokumente aus den jeweiligen Kriegen. miniatur|8,8-cm-Flak
Es werden auch kuriose Ausstellungsstücke gezeigt, wie das Funkgerät der 1943 auf Labrador errichteten deutschen Wetterstation Kurt, die von den Kanadiern während des restlichen Kriegs nicht entdeckt wurde, eine Armbrust, welche ein deutscher Kriegsgefangener aus seinem Bettgestell gebastelt hat und eine Uzi, welche M.C. Sutherland Brown von den Israelis zum Dank für seine Tätigkeit als militärischer Berater geschenkt bekam.
Außerdem beheimatet das Museum viele der Kunstwerke die aus einer Sammlung stammen, deren Entstehung Lord Beaverbrook mit dem Canadian War Memorials Fund in November 1916 anregte. Die Sammlung selber wurde am 14. September 2014, als Canadian War Memorials Fund National Historic Event, zu einem „nationalen historischen Ereignis“ erklärt.
Ausstellungsobjekte mini|Ehemaliges Museumsgebäude am Sussex Drive/Ottawa mini|Luftbild des heutigen Museums Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit, einige der Ausstellungsobjekte:
Geschütze
Fahrzeuge
Sonstige
Lage Das Museum zog Anfang des Jahres 2005 in ein völlig neues Gebäude am Ottawa-Fluss im Stadtteil LeBreton Flats um, da die alten Räumlichkeiten bei weitem nicht mehr ausreichten.
Betreiber Betrieben wird das Museum durch die Canadian Museum of History Corporation, eine Crown Corporation (ein öffentliches Unternehmen). Dieses öffentliche Unternehmen betreibt auch das Canadian Museum of History, Canadian Children’s Museum, Canadian Postal Museum und das Virtual Museum of New France.
Weblinks
Canadian War Museum (englisch, französisch) Weather station Kurt erected in Labrador in 1943 (englisch) Wetterstation Kurt (deutsch)
Einzelnachweise
Kategorie:Militärmuseum in Kanada Kategorie:Bauwerk in Ottawa Kategorie:Erbaut 2005 Kategorie:Kulturdenkmal in Ontario Kategorie:Museum in Ontario Kategorie:Museumsgründung 1880