Der Schofield Rad- und Kettenpanzer war eine neuseeländische Entwicklung eines Panzers mit Rad- und Kettenantrieb aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Entwicklung Als im Jahr 1940 die Gefahr stieg, dass sich der Pazifikkrieg bis nach Neuseeland ausbreiten konnte und Waffenlieferungen aus Großbritannien unwahrscheinlich waren, begann man mit der Entwicklung eigener Entwürfe von Kampffahrzeugen. Ein Autohändler von General Motors in Wellington, Ernest James Schofield, wandte sich mit der Idee eines Kampffahrzeuges an seinen Parlamentsabgeordneten William Theophilus Anderton. Sein Entwurf war ein Kampfpanzer, welcher sowohl auf Rädern als auch auf Gleisketten fahren konnte. Um seinen Entwurf besser veranschaulichen zu können, hatte Schofield bereits ein Modell aus Meccano-Bausätzen angefertigt.

Bei Erprobungen schnitt der erste gebaute Prototyp mit einem schlechten Ergebnis ab. Die Regierung forderte jedoch eine verbesserte Version und gab dem Projekt damit noch eine Chance. Daraufhin wurden am Prototypen Verbesserungen vorgenommen. Im Panzer wurde ein neues und verbessertes Getriebe verbaut. Der Geschützturm, welcher vorher nur mit einem Maschinengewehr ausgerüstet war, wurde mit einer Ordnance QF 2-Pfünder und mit einem koaxialen 7,92-mm-Besa-Maschinengewehr. Der verbesserte Prototyp wurde 1942 fertiggestellt. Zu dieser Zeit hatte Neuseeland bereits Panzer aus Großbritannien und den USA erhalten.

Erst im Jahr 1943 wurde das Prototyp dann nach Großbritannien verschifft und dort vom Department of Tank Design begutachtet. Die Experten des Departments gaben für den neuseeländischen Panzerentwurf keine gänzlich negativen Bewertungen ab, empfahlen jedoch die Einstellung des Projektes. Nachdem der Prototyp längere Zeit eingelagert war, wurde er nach dem Ende des Krieges verschrottet.

Technische Beschreibung Der Schofield Rad- und Kettenpanzer basierte auf dem Fahrgestell eines Chevrolet 6 long hundredweight und nutzte die Federung eines Universal Carrier. Die am Rumpf montierten Räder konnten bei Bedarf angeschraubt werden, sodass sich der Panzer auf diesen fortbewegen konnte. War der Panzer auf Ketten unterwegs, wurden die Räder rechts und links an der Wanne befestigt. Waren die Räder montiert, so konnte die Umstellung von Rad- auf Kettenantrieb oder umgekehrt vom Inneren des Panzers aus durchgeführt. Ausgelegt war der Panzer für eine Besatzung von drei Soldaten, bestehend aus dem Kommandanten, dem Kraftfahrer und dem Funker.

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Panzer (Zweiter Weltkrieg) Kategorie:Militärfahrzeugtyp des Zweiten Weltkrieges Kategorie:Kettenfahrzeug Kategorie:Militärisches Radfahrzeug