Strade Bianche femminile 2026 war ein Eintagesrennen für Frauen. Das Rennen fand am 7. März statt, zusammen mit dem Rennen Strade Bianche der Männer, und war Teil der UCI Women’s WorldTour 2026. In einem Vierer-Sprint konnte sich die Schweizerin Elise Chabbey von FDJ United-Suez durchsetzen und feierte den bisher größten Triumph ihrer Karriere.
Streckenführung
Start und Ziel des Rennens war die Stadt Siena. Die Strecke beschrieb eine Runde gegen den Uhrzeigersinn durch die hüglige Toskana. Gegenüber dem Vorjahr wurde in der ersten Hälfte die Anzahl der Schotterwege reduziert, deren Länge insgesamt nur noch rund 32 km betrug statt wie zuvor 50 km. Die zweite Rennhälfte ab dem Sektor von San Martino in Grania war jedoch unverändert, insbesondere wurden Colle Pinzuto und Le Tolfe im Rahmen einer 30 km langen Runde zweimal befahren. In Siena endete das Rennen nach dem steilen Anstieg der Via Santa Caterina auf der Piazza del Campo.
+ Schotterwege # Sektor km vom Ziel Länge (km) 1 Vidritta 120,9 2,4 2 Bagnaia 117,8 4,8 3 Radi 106,9 4,4 4 San Martino in Grania 76,3 9,4 5 Monteaperti 53,7 0,6 6 Colle Pinzuto 49,2 2,4 7 Le Tolfe 42,9 1,1 8 Castagno 39,5 0,7 9 Montechiaro 25,8 3,3 10 Colle Pinzuto 19,1 2,4 11 Le Tolfe 12,8 1,1
Rennverlauf und Ergebnis
Eine Ausreißergruppe kam nicht zustande, aber Massenstürze auf den Sektoren von Vidritta und San Martino spalteten wiederholt das Peloton und ließen eine Spitzengruppe von 24 Fahrerinnen entstehen, in der mit Kim Le Court und Anna van der Breggen bereits zwei prominente Fahrerinnen fehlten. FDJ United-Suez, die Mannschaft der Vorjahressiegerin Demi Vollering, war mit fünf Fahrerinnen am stärksten in der Spitzengruppe vertreten und machte das Tempo.
Bei der ersten Passage von Colle Pinzuto setzten sich Elise Chabbey und Dominika Włodarczyk ab und erarbeiteten sich eine halbe Minute Vorsprung. Auf Le Tolfe spaltete sich der Rest der Spitzengruppe, elf Fahrerinnen schlossen zu den beiden Führenden auf. Vollering jedoch erlitt, wie auch die Tour-de-France-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot, eine Panne. Sie fiel in eine zweite Gruppe zurück, deren Aufholjagd jäh endete, als sie einen falschen Abzweig nahmen und enorm Zeit verloren.
In der zweiten Passage von Colle Pinzuto attackierte Elisa Longo Borghini mit Chabbey am Hinterrad. Da Chabbey die Zusammenarbeit verweigerte, kam die Gruppe wieder zusammen. Auf Le Tolfe attackierte Longo Borghini erneut, diesmal zusammen mit Katarzyna Niewiadoma und Puck Pieterse. Erneut haperte es mit der Zusammenarbeit, so dass neben Chabbey auch Marianne Vos, Franziska Koch, Monica Trinca Colonel sowie die Weltmeisterin Magdeleine Vallières aufschlossen.
Die nunmehr achtköpfige Spitzengruppe kam gemeinsam nach Siena an den Fuß der Via Santa Caterina, wo Longo Borghini, Niewiadoma, Koch und Chabbey die anderen hinter sich ließen. Im Bestreben, eine entscheidende Linkskurve 300 m vor dem Ziel als Erste zu nehmen, behinderten sich die drei erstgenannten Fahrerinnen ein wenig, wovon Chabbey profitierte. Sie gab die Führung nicht mehr ab und gewann. Niewiadoma belegte zum vierten Mal in diesem Rennen den zweiten Platz, Koch wurde Dritte.
Teilnehmer
Teams Neben den 13 WorldTeams nahmen 3 ProTeams und 5 Continental Teams am Rennen teil.
Fahrerinnen
Weblinks
Offizielle Website (italienisch / englisch)
Parcours auf La Flamme Rouge
Einzelnachweise
#2026 Kategorie:Radrennen 2026