Die Bodner-Gruppe ist ein österreichisches Familienunternehmen und Baukonzern mit Sitz in Kufstein, das auf Hoch- und Tiefbau spezialisiert ist. Das Unternehmen ist mit Niederlassungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz international tätig. Das Unternehmen wurde 1913 von Johann Bodner sen. in Sillian (Osttirol) gegründet und zählt heute zu den größten familiengeführten Bauunternehmen Österreichs.

Unternehmensgeschichte

Johann Bodner sen. gründete 1913 ein Bauunternehmen in Sillian (Osttirol). 1938 wurde der Firmensitz nach Kufstein verlegt. Nach dem Tod des Gründers im Jahr 1957 übernahm seine Witwe Aloisia Bodner den Betrieb, 1969 traten die Söhne Hans und Helmut Bodner in das Unternehmen ein, 1975 kam Christina Brandner (geb. Bodner) dazu und 1984 Thomas Bodner.

Die Geschäftsführung liegt heute bei Thomas Bodner, Markus Rohrmoser und Andreas Hörl. Die Bodner-Gruppe weist etwa 3750 Mitarbeiter (Stand 2024) und einen wachsenden Jahresumsatz von rund 965 Millionen Euro im Jahr 2024 auf. Laut Eigenangaben ist Bodner das größte Bauunternehmen Westösterreichs; eine Branchenpublikation führt den Konzern 2024 auf Rang sechs der größten Bauunternehmen Österreichs. Das Familienunternehmen unterhält Beteiligungen und Niederlassungen in ganz Österreich sowie in Deutschland und der Schweiz.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Bodner-Gruppe durch zahlreiche Akquisitionen und Neugründungen. Im Jahr 2000 kaufte Bodner die deutsche „Pfeiffer Bau Ges.m.b.H.“ mit Sitz in Rosenheim. 2010 übernahm die Gruppe die Salzburger Kurz Fertigteilbau (Langkampfen) und 2012 das Salzburger Fertigteilwerk (Bergheim). Weitere bedeutende Zukäufe waren 2017 die Holzbau Höck GmbH (Kundl) und – im Mai 2020 – die Linzer Baugesellschaft Dyckerhoff & Widmann (Dywidag). Letztere wird als Tochterunternehmen der „Bodner Bau KG“ mit Sitz in Kufstein weitergeführt und ergänzte die geographische Präsenz der Gruppe im Osten Österreichs. Durch die Transaktion wuchs die Bodner-Gruppe auf etwa 3.200 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund 750 Mio. Euro an. In den Folgejahren kamen weitere Unternehmen hinzu (etwa die Stahlbau Raffl GmbH 2020, diverse Planungsbüros und Baufirmen bis 2024).

2024 bezog die Bodner-Gruppe eine neue Zentrale in Kufstein.

Geschäftsfelder und Beteiligungen Die Bodner-Gruppe ist breit aufgestellt und deckt verschiedene Teilbereiche des Bauwesens ab. Das Leistungsspektrum umfasst klassisch Hochbau (Wohn- und Gewerbebau, Industrieanlagen u. a.), Tiefbau und Ingenieurbau (Infrastruktur, Brückenbau, Erdbau), aber auch Asphaltbau, Trockenbau, Baustoffproduktion, Umweltdienstleistungen (etwa Recycling von Bauabfällen) sowie General- und Totalunternehmertätigkeiten. Zudem ist die Gruppe als Bauträger und Projektentwickler aktiv. Sie realisierte überregionale Immobilienprojekte wie das Einkaufszentrum „Kiesel-Passage“ in Salzburg, das Business-Center Atrium Amras in Innsbruck und das Kultur Quartier Kufstein.

Zur Bodner-Gruppe gehören zahlreiche Tochtergesellschaften und Beteiligungen in den verschiedenen Bau- und Transportbetonsektoren (zum Beispiel Ingenieurbüros, Asphaltmischwerke, Fertigteilwerke, Stahlbaufirmen), sowohl in Österreich als auch in angrenzenden Regionen. Ihren Sitz hat die Zentrale in Kufstein, daneben gibt es Niederlassungen und Bauhöfe in Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und Deutschland (Bayern).

Unternehmenszahlen Nach Branchenangaben erzielte die Bodner-Gruppe 2021 einen konsolidierten Gruppenumsatz von etwa 855 Mio. Euro bei 3550 Mitarbeitern, 2022 waren es rund 925 Mio. Euro und 3750 Beschäftigte, 2023 dann etwa 960 Mio. Euro. Mit dieser Größe liegt Bodner im Spitzenfeld der österreichischen Bauindustrie. Bodner bildet derzeit etwa 125 Lehrlinge in 17 verschiedenen Lehrberufe aus und wirbt für seine Lehrlingsausbildung. Weblinks Website des Unternehmens

Einzelnachweise

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