Als Blutung in der Frühschwangerschaft bezeichnet man vaginale Blutungen vor der 24. Schwangerschaftswoche (im ersten und zweiten Trimester). Starken Blutung kann zu einem hämorrhagischen Schock führen. Bei Bewusstlosigkeit sowie bei Brustschmerzen, Atemnot oder Schulterschmerzen besteht ein erhöhtes Risiko für einen hämorrhagischen Schock.

Ursache Häufige Ursachen für Blutungen in der Frühschwangerschaft sind eine Eileiterschwangerschaft, eine drohende Fehlgeburt und eine Fehlgeburt. Die meisten Fehlgeburten ereignen sich vor der 12. Schwangerschaftswoche. Weitere Ursachen sind Einnistungsblutungen, gestationelle Trophoblastenerkrankungen, Polypen und Gebärmutterhalskrebs. Zur Bestimmung der zugrunde liegenden Ursache werden üblicherweise eine Untersuchung mit dem Spekulum, eine Ultraschalluntersuchung und ein hCG-Test durchgeführt.

Behandlung Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Falls Gewebe an der Gebärmutterhalsöffnung sichtbar ist, sollte es entfernt werden. Liegt eine intrauterine Schwangerschaft mit fetalen Herztönen vor, genügt in der Regel Beobachten und Abwarten. Bei Rh-negativen Personen wird in der Regel Anti-D-Immunglobulin empfohlen. In manchen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff erforderlich.

Verbreitung Etwa 30 % der Frauen haben im ersten Trimester (0. bis 12. Schwangerschaftswochen) Blutungen. Blutungen im zweiten Trimester (12. bis 24. Schwangerschaftswoche) sind seltener. Etwa 15 % der schwangeren Frauen erleiden eine Fehlgeburt. Eine extrauterine Schwangerschaft tritt in weniger als 2 % aller Schwangerschaften auf.

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Kategorie:Krankheitsbild in Gynäkologie und Geburtshilfe