mini|Blick von der Burg Wiborg über die Wiborger Bucht

Die Wiborger Bucht (historisch auch Wiborger Meerbusen, amtlich /Wyborgski saliw, , ) ist eine tief eingeschnittene Bucht im Nordosten des Finnischen Meerbusens in Russland. Die Stadt Wiborg (amtlich russisch Wyborg) liegt nahe ihrem innersten Teil.

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Bucht über den Saimaakanal mit dem See Saimaa in Finnland verbunden. In die Wiborger Bucht münden von Westen die Flüsse Tervajoki und Rakkolanjoki–Hounijoki, von Norden Juustilanjoki und Kilpeenjoki sowie von Osten Rokkalanjoki. Im Mittelalter besaß auch der Fluss Vuoksi hier eine Mündung, die infolge der postglazialen Landhebung allmählich verlandete. Vollständig trocken fiel sie im Jahr 1857, als bei Kiviniemi (heute Lossewo) auf der Karelischen Landenge die Kiviniemi-Stromschnellen entstanden und der Fluss Taipaleenjoki zum Hauptabfluss des Vuoksi wurde.

Im Jahr 1790 war die Bucht Kriegsschauplatz während der Seeschlacht von Svensksund, an der insgesamt 498 schwedische und russische Schiffe beteiligt waren. Auch der sogenannte Spießrutenlauf von Wiborg fand hier statt.

In der Mitte der Bucht, zwischen den Städten Wiborg und Wyssozk, liegt die Halbinsel Lodotschny. Auf ihr befindet sich die historische Villa Sellgren. Das Anwesen mit einer Größe von 108 Hektar gehörte einem langjährigen Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dem 2015 verstorbenen Oleg Rudnow und wurde später von Putin genutzt.

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