mini|hochkant|Julia Drukh (2025)

Julia Drukh (auch Yulia Drukh; russisch Юлия Друх, deutsche Transkription Julija Druch; * 31. Juli 1990 in Leningrad) ist eine deutsch-russische Klarinettistin und Arrangeurin.

Leben und Wirken Julia Drukh stammt aus einer Musikerfamilie – ihr Vater ist der Komponist Igor Druch, ihre Mutter Pianistin und ihre Zwillingsschwester die Geigerin Elina Drukh. Sie studierte zuerst in ihrer Heimatstadt am Mussorgsky Musik College bei Alexey Tikhonov und anschließend am Rimski-Korsakow-Konservatorium bei Andrey Kazakov.

In Deutschland absolvierte sie ihr Masterstudium an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Wolfgang Meyer und legte anschließend an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Norbert Kaiser ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Dabei studierte sie u. a. Saxophon als Nebenfach bei Ekkehard Rössle.

Sie war Praktikantin beim SWR-Symphonieorchester, stellvertretende Solo-Klarinettistin bei den Düsseldorfer Symphonikern, arbeitete als Solo-Klarinettistin im Osnabrücker Symphonieorchester, als Bassklarinettistin bei den Dortmunder Philharmonikern und stellvertretende Solo-Klarinettistin bei der Neuen Philharmonie Westfalen. Außerdem wirkte sie als Orchestermusikerin bei einigen Projekten der Sinfonieorchester des NDR, WDR, WDR-Funkhaus und SWR mit und gastierte im Karlsruher Barockorchester, Badischen Philharmonie Pforzheim, Württembergischen Philharmonie Reutlingen, Badische Staatskapelle Karlsruhe, Nationaltheater-Orchester Mannheim, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn und Bochumer Symphoniker.

Seit Oktober 2024 ist sie Solo-Klarinettistin der Clara-Schumann-Philharmoniker. Julia Drukh beherrscht sowohl das deutsche als auch das französische Klarinettensystem auf solistischem Niveau und ist offizielle Wurlitzer Artistin.

Parallel zu ihrer Orchesterkarriere widmet sie sich als Solistin und Kammermusikerin im In- und Ausland. Sie ist/war Mitglied in kammermusiklischen Ensembles wie dem Duo YuNiKa, Trio Y, Zeitlose Musik und Fin de Siècle. Darüber hinaus wirkte sie als Kammermusikerin bei einigen Projekten des Ensembles Neuer Musik Klangforum Wien, u. a. beim impuls . 8. Festival für zeitgenössische Musik in Graz und Festival d’Automne in Paris.

Im Bereich der Lehre war sie 2018 Dozentin für Holz- und Blechblasinstrumente bei dem Landesjugendensemble Neu Musik in Baden-Württemberg (unter Leitung von Christof Löser) und zwischen 2021 und 2022 hatte sie einen Lehrauftrag für Praxis Neue Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart inne.

Seit 2025 lehrt sie Bläser Neue Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Preise und Auszeichnungen Julia Drukh ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe als Solistin sowie als Kammermusikerin:

2024: Grand-prix „Crown of Stars“ bei Music & Stars Awards (Auszeichnung von Poesie der Luft – Best CD-Performer) 2021: Finalistin & Stipendiatin des Deutschen Musikwettbewerbs mit dem Trio Y, Deutschland 2021: 1. Preis „First Great Award“ beim 3rd Vienna International Music Competition, Österreich 2020: Preisträgerin des DAAD-Preises 2020 für ausländische Studierende, Deutschland 2018: 3. Preis beim Internationalen Klarinettenwettbewerb Saverio Mercadante in der Solo-Kategorie, Italien 2017: Sonderpreis beim Internationalen Kammermusikwettbewerb mit dem Duo YuNiKa, Bulgarien 2017: Sonderpreis beim Europäischen Kammermusikwettbewerb mit dem Duo YuKa, Deutschland 2015: Preisträgerin beim Internationalen Interpretationswettbewerb der Neue Musik Zeitgenuss, Deutschland 2015: Spezialpreis in der Kategorie Kammermusik beim 22. Internationalen Brahmswettbewerb mit dem Duo YuNiKa, Österreich 2006: 1. Preis beim 1. Internationalen Weber-Klarinettenwettbewerb in der Solo-Kategorie, Russland

Engagements 2025: Jurymitglied beim 23th Chieri Internationalen Competition, Italien seit 2024: Jurymitglied beim International Music Online Competition Meistersingers, Russland 2010 bis 2015: Mitgründung, Organisation und Durchführung des Festivals Zeitlose Musik, Deutschland

Diskografie Yulia Drukh: Poesie der Luft. Werke für Klarinette solo, Yulia Drukh (Klarinette), GENUIN classics, Leipzig 2023, GEN 23831. Mehrere Titel des Albums (darunter Psalm for Clarinet Solo von Igor Druch und Capriccio Nr. 18 von Ivan Olenchik) wurden als Filmmusik im Dokumentarfilm Briefe aus der Wilcza verwendet.Abspann des Films Briefe aus der Wilcza (2024), Zeitstempel 01:36:45 (Music Credits: Poesie der Luft: Psalm for Clarinet Solo composed by Igor Drukh performend by Julia Drukh, Capriccio Nr. 18 (spanische Skizzen) composed by Ivan Olenchik performend by Julia Drukh). Felix Treiber: Kammermusik 2005–2018. Mit Julia Drukh (Klarinette) u. a., ANTES Edition / Bella Musica, 2021, BM149009. Radoslaw Pallarz: Rapunzel. Mit Julia Drukh (Klarinette) u. a., Edition Farbig / Navis Musik, 2020.

Publikationen (Noteneditionen) Julia Drukh ist Arrangeurin einer Notenreihe beim C.F. Schmidt Musikverlag und IKURO Edition Musikverlag. Zu ihren Bearbeitungen gehören: Isaac Albéniz: Asturias (Bearbeitung für Klarinette solo) George Gershwin: Rhapsody in Blue (Bearbeitung für Klarinette, Saxophon und Klavier in Zusammenarbeit mit Nikolai Gangnus) Gustav Mahler: Adagietto aus der 5. Sinfonie (Bearbeitung für Klarinette und Klavier in Zusammenarbeit mit Nikolai Gangnus)

Weblinks

Website von Julia Drukh Wurlitzer Klarinetten, Julia Drukh

Einzelnachweise

Kategorie:Klarinettist Kategorie:Person (Sankt Petersburg) Kategorie:Geboren 1990 Kategorie:Frau Kategorie:Deutscher Kategorie:Russe Kategorie:Musiker (Deutschland) Kategorie:Arrangeur