mini|Das Tallinna Postimaja. Ansicht vom Hobujaama. (Aufnahme von 2009) Das Tallinna Postimaja („Tallinner Hauptpostamt“) ist ein ehemaliges Postamt, das 1977–1980 nach dem Entwurf von Raine Karp und Mati Raigna mit dem Bauingenieur Heiki Meos und der Innenarchitektin Kirsi Laanemaa erbaut wurde. An der Adresse Narva maantee 1 ersetzte es eine alte Tankstelle. Das dreistöckige Gebäude diente ursprünglich der Postbearbeitung, -ausgabe und für Telefondienste. Es wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1980 fertiggestellt. Das Gebäude zählte zur estnischen postmodernen Architektur.Estnisches Architekturmuseum (Hrsg.): Tallinn im 20. Jahrhundert. Architekturführer. Huma, Tallinn 1994, ISBN 9985-801-08-3, S. 46–47. Nach einem Umbau wird es seit 2016 als Shopping-Center benutzt. mini|2013 Im Erdgeschoss des Gebäudes befand sich eine große Halle für die Bestellung von Ferngesprächen. In der Estnischen SSR mussten Inlands- und Auslandsferngespräche im Voraus bestellt werde, vom heimischen Telefon war es nicht immer möglich.

Zur ersten Etage führte Estlands erste öffentliche Rolltreppe. Nach der Eröffnung des Postamtes kamen viele Menschen aus ganz Estland, um sie zu sehen. Wegen fehlender Ersatzteile stellte sie schon bald ihren Betrieb ein. 1988 wurde sie durch eine normale Treppe ersetzt. Die erste Etage des Gebäudes wurde umgebaut. mini|2015 Beim ursprünglichen Bau des Postgebäudes hatte es mehrere Pannen gegeben. Weil nicht ganz geeignete Materialien und Konsolbalken aus Stahlbeton mit unzureichender Tragfähigkeit verwendet worden waren, sackten die Balkenenden durch. Zur Stabilisierung des Gebäudes mussten zusätzliche Stützen an der Fassade angebracht werden. Wer das nicht weiß, könnte meinen, dass diese Stützen dort hingehören.

Am 25. Juni 2008 beschloss der Vorstand der Estnischen Post, das Grundstück der Hauptpost mit einem Startpreis von 128 Millionen Kronen zum Verkauf anzubieten. Nach dem Detailplan sollte anstelle des bisherigen Gebäudes ein siebenstöckiges Geschäfts- und Wohngebäude errichtet werden. Bis 2016 wurde das Postgebäude umgebaut, wobei von seinem ursprünglichen Aussehen nur wenig erhalten geblieben ist.

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Einzelnachweise

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