Eyvignes-et-Eybènes (, ) ist ein Dorf mit zuletzt 173 Einwohnern (Stand: 1962) in der französischen Gemeinde Salignac-Eyvigues im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 1964 selbstständige Gemeinde gehörte Eyvignes-et-Eybènes zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda.
Im Jahre 1827 fusionierten die bisherigen Gemeinden Eyvignes und Eybènes unter dem Namen Eyvignes-et-Eybènes. Zum 1. März 1965 wurde Eyvignes-et-Eybènes mit der bisherigen Gemeinde Salignac zur neuen Gemeinde Salignac-Eyvignes zusammengelegt. Im Jahre 2001 erfolgte eine Umbenennung zu Salignac-Eyvigues.
Geografie Eyvignes-et-Eybènes liegt etwa 70 Kilometer ostnordöstlich von Bergerac, etwa 58 Kilometer südöstlich von Périgueux und etwa 13 Kilometer ostnordöstlich von Sarlat-la-Canéda im Südosten des Départements an der Grenze zum benachbarten Département Lot in der Landschaft des Périgord noir. Das Ortsgebiet erstreckt sich über den südöstlichen Teil von Salignac-Eyvigues. Es liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird hauptsächlich entwässert von der Borrèze, die es im Norden begrenzt.
Etymologie Eyvignes, heute sehr oft Eyvigues geschrieben, wurde im 11. Jahrhundert erstmals als Parochia d’Ayguigas erwähnt. In der Folge gab es verschiedene gegensätzliche Formen: Eyvignas und Acvigas aus dem Jahr 1323, Ivignas (1326) und, auch im 14. Jahrhundert, Evignas. Der Name wurde aus dem okzitanischen as vignas () gebildet. Möglicherweise hat das okzitanische aiga () die Schreibweise beeinflusst. Denkbar ist aber auch, dass der Ursprung von Eyvignes unklar bleibt.
Eybènes wurde im 14. Jahrhundert als Vicus de Haebene im Jahr 1322 angezeigt, im Jahr 1325 in der Schreibweise Eybena. Es gibt keine zufriedenstellende Lösung zur Erklärung des Ursprungs. Denkbar ist ein nicht näher bestimmter Personenname germanischen Ursprungs, gefolgt vom Suffix -ing(os).Siehe Tanet, Hordé, Seite 385
Einwohnerentwicklung
Sehenswürdigkeiten Schloss Le Claux in Eyvigues. Le Claux war ursprünglich von einer doppelten Mauer umgeben, von der die Torburg erhalten geblieben ist. Die Burg aus dem 14. Jahrhundert wurde während des Hundertjährigen Krieges teilweise zerstört und dann im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert wieder aufgebaut. Es ist seit 2001 als Monument historique klassifiziert. Schloss oder Herrenhaus Eyrignac. Während der Fronde der Fürsten im 17. Jahrhundert, einer Rebellion gegen Kardinal Mazarin, blieb der Gutsbesitzer der Sache des Königs treu. Als Vergeltung zerstörten die Truppen des Großcondé die ursprüngliche Burg aus dem Hochmittelalter. Das heutige Schloss wurde zwischen 1653 und 1660 von Antoine de Costes de la Calprenède wiederaufgebaut. Dessen Urenkel legte im 18. Jahrhundert einen formalen Garten an. Nach dem Ersten Weltkrieg stand das Anwesen bis in die 1960er-Jahre leer, bis der neue Besitzer einen klassischen Garten anlegte, der auf den wiederentdeckten formalen Elementen basierte. Er gilt als einer der schönsten Gärten Frankreichs und wurde als Jardin remarquable ausgezeichnet. Das gesamte Herrenhaus einschließlich seiner Nebengebäude, Wirtschaftsgebäude und Gärten ist seit 2016 als Monument historique eingeschrieben.
Das Herrenhaus Eybènes datiert aus dem 16. Jahrhundert. Die romanische Kirche Saint-Loup in Eybènes stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist seit 1947 als Monument historique eingeschrieben. Die romanische Kirche Saint-Rémy in Eyvigues stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Département Dordogne Kategorie:Gemeindeauflösung 1964 Kategorie:Salignac-Eyvigues Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert