James Ochoncar Forbes, 18. Lord Forbes (* 7. März 1765; † 4. Mai 1843 in Bregenz, Österreich) war ein schottisch-britischer General und Politiker.

Leben Forbes war der älteste Sohn von James Forbes, 17. Lord Forbes (um 1725–1804) aus dessen Ehe mit Catherine Innes († 1805), Erbtochter des Sir Robert Innes, 6. Baronet. Als Heir Apparent seines Vaters führte er bis 1804 den Höflichkeitstitel Master of Forbes.

Er trat im Juni 1781 als Offizier des Coldstream Regiment of Foot Guards in die British Army ein. Er nahm mit seinem Regiment während des Ersten Koalitionskriegs an den Feldzügen in Flandern (1792–1795) und während des Zweiten Koalitionskriegs am Den-Helder-Feldzug nach Nordholland (1799) teil. Im Mai 1796 wurde er zum Brevet-Colonel und im April 1802 zum Major-General befördert. Im März 1808 wurde er als Lieutenant-General stellvertretender Oberbefehlshaber der britischen Truppen im Mittelmeerraum und befasste sich mit der Sicherung der Insel Sizilien unter Ferdinand I. gegen das von Frankreich kontrollierte Königreich Neapel unter Joachim Murat. In Anerkennung seines dortigen Einsatzes wurde er als Ritter des Januariusordens ausgezeichnet. Er amtierte von 1807 bis April 1809 als Colonel des 3rd Garrison Battalion von April bis September 1809 als Colonel des 94th Regiment of Foot, von September 1809 bis Juni 1816 als Colonel des 54th (West Norfolk) Regiment of Foot und von Juni 1816 bis zu seinem Tod 1843 als Colonel des 21st Regiment of Foot (Royal North British Fuzileers). Im August 1819 wurde er zum General befördert.

Beim Tod seines Vaters erbte er im Juli 1804 dessen schottischen Adelstitel als 18. Lord Forbes. 1806 wurde er als schottischer Representative Peer ins britische House of Lords gewählt und hatte dieses Mandat bis zu seinem Tod inne. Im Parlament gehörte er der Fraktion der Tories an.

Er ließ den Stammsitz seiner Familie, Castle Forbes in Aberdeenshire, ab 1815 unter dem Architekten Archibald Simpson durch einen Neubau ersetzen.

Von 1825 bis 1830 hatte er das Amt des Lord High Commissioner to the General Assembly of the Church of Scotland inne.

Er starb 1843 in Bregenz am Bodensee, wo der Gatte seiner jüngsten Tochter das Schloss Babenwohl bewohnte. Da sein ältester Sohn James bereits 1835 kinderlos gestorben war, erbte sein zweiter Sohn Walter seinen Adelstitel.

Ehe und Nachkommen Im Juni 1792 heiratete er Elizabeth Hunter (1775–1830), Tochter des Walter Hunter, Gutsherr von Polmood in Peeblesshire und Crailing in Roxburghshire, und mütterlicherseits Enkelin und Coerbin des George Mackenzie, 3. Earl of Cromartie. Mit ihr hatte er sechs Töchter und sechs Söhne: Hon. Caroline Elizabeth Forbes (1793–1865), ⚭ 1818 George Fairholme († 1846); James Forbes, Master of Forbes (1796–1835), Lieutenant-Colonel der Coldstream Guards; Walter Forbes, 19. Lord Forbes (1798–1868), ⚭ (1) 1825 Horatia Shaw (1799–1862), ⚭ (2) 1864 Louisa Ormond († 1921); Hon. Catherine Forbes (1800–1808); Hon. Charlotte Elizabeth Forbes (1801–1883), ⚭ 1825 Sir John Forbes of Craigievar, 6. Baronet; Hon. Frederick Forbes (1803–1826); Hon. William Forbes (1804–1805); Hon. John Forbes (1806–1835), Lieutenant des 79th Regiment of Foot; Hon. Robert Forbes (1808–1883), Zivilbeamter in Bengalen, ⚭ 1828 Frances Dorothy Hodges († 1895); Hon. Mary Stuart Forbes (1810–1897), ⚭ 1839 Charles Benjamin Lee-Mainwaring († 1874); Hon. Elizabeth Jane Forbes (1813–1891); Hon. Isabella Drummond Forbes (1816–1897), ⚭ 1839 Ernst Freiherr von Poelnitz (1813–1900).

Literatur

Weblinks Forbes, Lord (S, 1442) bei Cracroft’s Peerage Peerage: Forbes (Scotland) bei Leigh Rayment’s Peerage

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