Herbert Tachezi (* 12. Februar 1930 in Wiener Neustadt; † 9. Dezember 2016Nachruf auf Herbert Tachezi und Todesanzeige. Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; abgerufen am 11. Mai 2021. in Klosterneuburg) war ein österreichischer Organist, Cembalist und Komponist.
Leben Herbert Tachezi war schon während seiner Schulzeit als Chorleiter und Organist tätig. Nach der Matura im Jahr 1948 studierte er an der Musikakademie Wien (Musikpädagogik, Klavier und Improvisation, Orgel bei Alois Forer, Komposition bei Alfred Uhl und Karl Schiske) und an der Universität Wien (Germanistik).Biografie Herbert Tachezi. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 11. Mai 2021. Die Abschlussprüfungen in den Fächern Komposition 1953 und Orgel 1955 bestand er beide „mit Auszeichnung“. Außerdem nahm er Cembalounterricht bei Fritz Neumeyer in Freiburg im Breisgau.
In den Jahren 1952 bis 1967 war Tachezi Musiklehrer an Wiener Gymnasien. Ab dem Jahr 1952 konzertierte er als Organist, Cembalist und Hammerklavierspezialist in ganz Europa und Übersee. Er war Erster Organist der Wiener Hofmusikkapelle, Juror bei internationalen Wettbewerben, Dozent bei internationaler Kursen und von 1963 bis 2010 Cembalist und Organist des von Nikolaus Harnoncourt gegründeten Concentus Musicus Wien.
Seit dem Jahr 1958 lehrte Tachezi an der Musikhochschule in Wien. Im Jahr 1967 erhielt er dort eine L1-Professur. Ab dem Jahr 1972 hatte er eine außerordentliche Professur und von 1977 bis 1998 eine ordentliche Professur für Satzlehre und Orgel inne.
Der Cellist Herwig Tachezi und der Geiger Christian Tachezi sind seine Söhne. Der Cellist Wilfried Tachezi ist sein Bruder.
mini|hochkant|Grab von Herbert Tachezi Herbert Tachezi wurde auf dem Weidlinger Friedhof in Klosterneuburg bestattet.
Ehrungen 1963: Förderungspreis des Wiener Kunstfonds 1965: Theodor-Körner-Preis 1989: Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1990: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien 1955 und 1958: Preise bei Orgelwettbewerben in Genf und Innsbruck mehrere Schallplattenpreise
Werke (Auswahl) Ensemblemusik Rondo – für Violoncello und Klavier (1951)Werkeverzeichnis Herbert Tachezi. Musikdatenbank von mica – music austria, 23. Februar 2020; abgerufen am 11. Mai 2021. Jazzfantasie – für Trompete und Orgel (1999) 5 Pezzi brevi für 2 Klaviere (2005)
Vokalmusik Kleine Kantate – Madrigal für gemischten Chor (1951) Mein jungfrisch Herz – Madrigal für gemischten Chor (1953) Theorie und Praxis – Madrigal für gemischten Chor (1953) Geistliches Lied – Madrigal für gemischten Chor, Text: Georg Trakl (1955) Verklärter Herbst – Madrigal für gemischten Chor, Text: Georg Trakl (1955)
Geistliche Musik Proprium der 3. Weihnachtsmesse (1950) Puer natus in Bethlehem – Madrigal für gemischten Chor (1950) Ein ander christlich Lied auf die Weihnachten – Madrigal für gemischten Chor (1953) Ordinarium – nach gregorianischen Motiven für gemischten Chor und Orgel (1970) Dies irae – Fantasia sopra sequentia (1985) Lauda Sion, Salvatorem – Für gemischten Chor, Sopran und Orgel (1993) O lieber Jesu – Lied für Sopran und Orgel (1994)
Weblinks
Hörbeispiel: Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge, BWV 1080 (Orgel auf YouTube)
Einzelnachweise
Kategorie:Cembalist Kategorie:Klassischer Organist Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Kirchenmusik) Kategorie:Komponist (Chor) Kategorie:Hochschullehrer (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) Kategorie:Gymnasiallehrer (Wien) Kategorie:Interpret Alter Musik Kategorie:Historische Aufführungspraxis Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1930 Kategorie:Gestorben 2016 Kategorie:Mann