Nükhet Ruacan (* 14. Dezember 1951 in Istanbul; † 6. Mai 2007 ebendort) war eine türkische Jazzsängerin.

Leben und Wirken Ruacan studierte Grafikdesign an der Staatlichen Hochschule für Angewandte Kunst Istanbul (İstanbul Devlet Tatbiki Güzel Sanatlar Yüksek Okulu), brach wegen ihres Interesses an der Musik aber das Studium im letzten Studienjahr ab.

1974 gestaltete Ruacan das Cover von Bülent Ortaçgils Album Benimle Oynar Mısın und sang auf diesem Album den Titel Yağmur. Im selben Jahr reiste sie mit ihrem Bruder Neşet Ruacan in die Schweiz und begann dort, Jazz zu singen. Zwischen 1974 und 1977 trat sie in den Orchestern von Emin Fındıkoğlu und Tommy Dodd in der Schweiz und in Norwegen auf. 1977 kehrte sie in die Türkei zurück, wo sie weiterhin in verschiedenen Nachtclubs und auf Festivals auftrat. Ihr Debütalbum Ruacan erschien 1978. Im Folgejahr nahm sie am New York Conservatory of Music Gesangsunterricht.

Nach ihrer Rückkehr in die Türkei im Jahr 1982 erlangte Ruacan als Jazzsängerin größere Bekanntheit. Sie trat mehrfach im staatlichen Fernsehsender TRT auf und veröffentlichte ein Album. Sie gab Konzerte in China und den USA im Auftrag des türkischen Kulturministeriums. 1984 nahm sie mit dem Song Hayallerin Işığında an der türkischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teil. Später war sie zehn Jahre lang als Lehrerin am Musikinstitut der Istanbul Bilgi Universität tätig. Nach 2005 unterrichtete sie auch im Nazım Hikmet Center of Art in Musik. Der Mitschnitt eines Konzerts mit der Pianistin Nilüfer Verdi, dem Bassisten Gregory Sydsef und dem Schlagzeuger Igor Ignatov erschien posthum unter dem Titel Annem Nükhet Ruacan.

Ruacan starb 2007 im Alter von 55 Jahren in einem Istanbuler Krankenhaus, wo sie wegen Leukämie behandelt wurde. Sie wurde auf dem Friedhof Karacaahmet in Istanbul beigesetzt.

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Einzelnachweise

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