Hermance Elisabeth Manon Peyrot (* 6. November 1927 in Den Haag; † 10. August 2014 ebenda) war eine niederländische Architektin.
Leben Peyrot war die Tochter des Ingenieurs (Aluminiumverarbeitung in der Industrie) Jean Bernard Peyrot und Hermance Hermina Francina Maria Smalt.
Sie wurde in Den Haag geboren und wuchs auf Java und Belitung auf, wo ihr Vater als Ingenieur arbeitete. Aufgrund ihrer (später diagnostizierten) Legasthenie und ihres Heimwehs planten ihre Eltern für sie den Besuch einer Hauswirtschaftsschule. Sie wollte allerdings lieber im technischen Bereich arbeiten, spielte sie schon als Kind mit Meccano-Stabilbaukasten. Wegen des Besuchs der weiterführenden Schule ihres Bruders zogen sie 1939 gemeinsam zurück in die Niederlande. So konnte sie das Amsterdams Lyceum besuchen. Aber schon bald wurde die Familie in die Vereinigten Staaten entsandt. So schildert Peyrot die Familiengeschichte in einem Interview im NRC Handelsblad. Sie konnte 1944–1948 an der Cornell University Architektur studieren, wo sie sich als Mädchen in einer Männerwelt empfand.
Zurück in den Niederlanden arbeitete sie von 1953 bis 1983 für den Dienst der Publieke Werken (Öffentliche Bauplanung, Brücken, Infrastruktur, Stadtentwicklung, Tiefbauamt), wo sie vor allem Schulen und Postämter in den westlichen Gartenstädten entwarf.
Sie war Mitglied des Branchenverbands Nederlandse Architectenbureaus. Im Juli 1976, heiratete sie den Geschäftsmann und Widerstandskämpfer Pitty Beukema toe Water, Sohn eines Ingenieurs, und zog nach Le Rouret in Frankreich; später kehrte sie nach Den Haag zurück. Ihre Urne wurde auf dem Friedhof Nieuw Eykenduynen in Den Haag beigesetzt.
Werk mini|Polizeistation Van Leijenberghlaan mini|Schule an der Sara Burgerhartstraat, Amsterdam-West, seit 2019 Baudenkmal Peyrot war verantwortlich für: Erstes Sloterparkbad (1973) Van Leijenberghlaan, eine kombinierte Station für Polizei, Feuerwehr und Gesundheitsamt (1974–1977) Sara Burgerhartstraat 1–3, Daniël Goedkoopschool (1960), später im Jahr 2019 ein kommunales Denkmal Kindergarten De Fuut in Slotervaart Jan Sluijtersstraat 9, Schule für gehörlose Kinder (1975) eine sogenannte Pavillon-Schule in der Voorburgstraat 258, Jacob Geelstraat, Prof. R. Casimirstraat 32 und Baas Gansendonckstraat 2, Bos en Lommerschool (60er Jahre) Paalbergweg 1, Gemeentelijk Centrum Elektronische Informatieverwerking (1977)
Frauen des AUP (Stadterweiterungsplan) Im Frühjahr 2024 (von März bis Juli mit einer Verlängerung) widmete das Van Eesteren Museum vier Architektinnen, die für den Dienst der Publieke Werken (Dienststelle für öffentliche Arbeiten) tätig waren eine Ausstellung. Sie waren maßgeblich am Stadterweiterungsplan (Niederländisch Algemeen Uitbreidingsplan (AUP)) von Cornelis van Eesteren und Ko Mulder beteiligt. Dabei wurde nicht nur das Werk von Ko Mulder selbst beleuchtet, sondern auch die Arbeiten von Manon Peyrot, Koos Pot-Keegstra und Anna van Hattem.
Weblinks Cultuurhistorische Verkenning Sloterpark en Sloterplas (PDF; 2,1 MB) auf planviewer.nl Einzelnachweise
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