Johanna Maria Heldin (* 29. August 1994 in Uppsala) ist eine schwedische Curlerin. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo gewann sie als Alternate mit dem schwedischen Team die Goldmedaille.

Karriere Erste internationale Erfahrungen sammelte Heldin bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 in Innsbruck. Im Mixed-Wettbewerb war sie Teil der Mannschaft von Skip Rasmus Wranå, die in der Gruppenphase mit sechs Siegen und einer Niederlage ihre Gruppe gewann. In der Finalrunde unterlag das Team mit Heldin an der Position der Lead im Halbfinale und endete auf dem vierten Platz. Beim anschließenden Mixed-Doubles-Turnier wurde sie mit dem Neuseeländer Luke Steele gepaart. Das Duo schied in der zweiten Runde des nach K.-o.-System durchgeführten Wettbewerbs aus.

Bei den Curling-Juniorenweltmeisterschaften spielte sie 2015 zum ersten Mal und besetzte im Team von Skip Isabella Wranå die Position der Second. Nach einem dritten Platz im anfänglichen Rundenturnier hatte die Mannschaft im Halbfinale das Nachsehen gegen Schottland und unterlag auch der Schweiz anschließend im Spiel um Platz 3. Ein Jahr später war sie 2016 im Team von Skip Therese Westman zwar nur als Alternate, also als Ersatzspielerin, gemeldet, kam jedoch in zahlreichen Partien dennoch zum Einsatz und trug somit zum mit fünf Siegen und fünf Niederlagen ausgeglichenen Resultat der Schweden bei. In der Abschlussrangliste entsprach dies dem fünften Platz.

Ebenfalls 2015 konnte Heldin auch im Erwachsenenbereich Schweden erstmals bei einer Weltmeisterschaft vertreten. Bei der Curling-Mixed-Weltmeisterschaft 2015 in Bern spielte sie als Lead im Team von Rasmus Wranå. Die Mannschaft gewann mit nur einer Niederlage ihre Gruppe und zog mit zwei Siegen im Viertel- und Halbfinale anschließend ins Finale ein. Dort waren sie jedoch der norwegischen Auswahl deutlich unterlegen und verloren 3:5. In leicht veränderter Aufstellung – Kristian Lindström hatte als Skip übernommen – war die Mannschaft auch in Kasan 2016 erfolgreich und konnte ohne Niederlage das Finale erreichen. In einer engen Partie konnten sie ein zusätzliches End erzwingen, die russische Mannschaft jedoch nicht besiegen, womit Heldin erneut Silber gewann.

Seit 2018 spielte Heldin als Alternate im Team von Skip Anna Hasselborg bei den meisten Europameisterschaften im Curling. Bei der Europameisterschaft 2018 wurde sie in drei Gruppenspielen als Second eingesetzt und gewann mit der Mannschaft den EM-Titel. Auch 2019 war sie Teil der wiederholten Europameisterinnen, wurde jedoch in keiner Partie eingesetzt. Bei der Europameisterschaft 2021 wurde sie lediglich beim Sieg gegen Estland eingesetzt. Erst in Östersund wurde sie bei der Europameisterschaft 2022 in der schwedischen Hauptbesetzung eingesetzt und absolvierte als Lead alle Partien. Mit dem fünften Platz nach fünf Siegen und vier Niederlagen verpasste sie die Finalrunde jedoch knapp. Beim Silbergewinn 2024 verpasste sie erneut einen persönlichen Einsatz; 2025 konnte sie in zwei Gruppenspielen zu Siegen beitragen, die der Mannschaft zum Titelgewinn halfen.

Bei den Weltmeisterschaften, die auf die stets guten schwedischen Resultate bei den Europameisterschaften folgten, zeigte sich ein ähnliches Schicksal für die Spielerin an der Position der Alternate. Bei der Curling-Weltmeisterschaft der Damen 2019 gewann Schweden mit ihr Silber, selber eine Partie bestreiten konnte sie dabei jedoch nicht. In den Jahren 2021 und 2022 wurde sie in jeweils zwei Partien eingesetzt, ehe 2023 und Curling-Weltmeisterschaft der Damen 2024 erneut Turniere ohne persönlichen Einsatz folgten. Bei der Weltmeisterschaft 2025 in Uijeongbu war sie in zwei Partien als Lead gefordert.

Bei den Olympischen Winterspielen in Peking ergab sich kein Spieleinsatz für Heldin, dennoch erhielt sie als Mitglied der schwedischen Mannschaft eine Bronzemedaille. Alternate im Team Hasselborg war sie auch bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo, bei denen sie in den Spielen gegen Großbritannien und Südkorea zu Einsätzen kam und abschließend Gold gewann.

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