Michael Klein (* um 1660 in Güns; † 14. Februar 1725 in Neisse) war ein schlesischer Baumeister.

Leben Der aus Güns (Kőszeg) in Ungarn stammende Michael Klein ließ sich als bereits geprüfter Maurermeister in den 1680er Jahren in Neisse (Nysa) nieder, wurde aber erst am 13. Januar 1689 in das dortige Maurermittel (die Maurerzunft) aufgenommen. 1697 wurde er Stadtmauermeister, im folgenden Jahr Innungsältester und um 1714 fürstbischöflich-breslauischer Hofbaumeister.

In Neisse erbaute er die zweitürmige Kreuzherrenkirche (nach seinem Tod vollendet von Felix Anton Hammerschmidt), das erzbischöfliche Jagdschloss, 1719 die Kreuzkirche und 1722 das palastartige Jesuitengymnasium. Nach dem Einsturz der beiden Türme der Josephskirche in Grüssau und der Ablösung des Baumeisters Martin Urban 1693 führte er dort den Bau weiter, der am Josephsfest 1696 eingeweiht wurde. Sein Entwurf für die Kirche Mariä Heimsuchung in Wartha (Bardo) wurde von dem einheimischen Mauermeister Johann Georg Reichel ausgeführt.

Literatur Zeitschrift des Vereins für Geschichte Schlesiens, Band 50, Seite 199 Georg Weisser: Baumeister der Neisser Kreuzkirche entdeckt. In: Schlesische Monatshefte, Jg . 9, 11, Nov. 1932, S. 396–397

Kategorie:Baumeister des Barock Kategorie:Person (Schlesien) Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1725 Kategorie:Mann