Jacqueline Nozipo Maraire (geb. 1964 in Mangula, Simbabwe) ist eine simbabwische Ärztin, Unternehmerin und Schriftstellerin. Sie ist die Autorin des Romans „Zenzele: Ein Brief an meine Tochter“. Das Buch erschien 1996, wurde von der New York Times als eines der bemerkenswertesten Bücher des Jahres ausgezeichnet und war ein Bestseller des Boston Globe. Es wurde in über 14 Sprachen übersetzt.
Leben Ausbildung und Karriere Sie wurde in Mangula, Simbabwe, geboren. Als Neurochirurgin ist sie in Vollzeit tätig und hat neurochirurgische Programme an mehreren Institutionen in Delaware, Ohio und Oregon initiiert. Sie hat in vielen Ländern gelebt, studiert und sich weitergebildet, darunter Jamaika, die Vereinigten Staaten, Kanada und Wales. Sie wurde für das Atlantic College in Wales ausgewählt. Ihren Bachelor-Abschluss erwarb sie an der Harvard University und studierte anschließend am Columbia University College of Physicians and Surgeons in New York City. Ihre neurochirurgische Facharztausbildung absolvierte sie an der Yale School of Medicine. Sie erhielt ein Clinical Fellowship Award des Congress of Neurological Surgeons, welches ihr eine Tätigkeit bei Fred Epstein im Bereich der pädiatrischen Neurochirurgie in New York City ermöglichte.
Sie ist eine gefragte Rednerin und wurde weltweit zu Vorträgen an Hochschulen und Universitäten eingeladen. Maraire sprach bereits vor zahlreichen Buchclubs und Bürgerorganisationen und wirkte in vielen Literaturdiskussionen mit, unter anderem als Gastrednerin beim Göteborger Literaturfestival. Sie war in verschiedenen Organisationen im Vorstand tätig, darunter der Rotary Foundation, des Ross Ragland Theater und das South North Development Institute. Sie arbeitete mit und für zahlreiche Entwicklungsorganisationen, darunter die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die norwegische Entwicklungshilfeorganisation Norad und das Synergos Institute. Für das Synergos Institute war sie als Beraterin und Programmkoordinatorin tätig und maßgeblich an der Gründung von Gemeinschaftsinvestitionsfonds im südlichen Afrika beteiligt.
Im Jahr 2010 gehörte sie zu den Gewinnerinnen des British Airways Entrepreneur Face to Face Award für ihr Projekt Ecosurgica, ihre Vision für eine innovative und bezahlbare Gesundheitsversorgung im südlichen Afrika. Sie ist die Gründerin von Cutting Edge Neurosurgeon Inc., einem webbasierten Start-up-Unternehmen.
Werk Ihr Roman „Zenzele: Ein Brief an meine Tochter“, erschienen 1996, wurde von der New York Times als „Bemerkenswertes Buch des Jahres“ („Notable Book of the Year“) ausgezeichnet, war ein Bestseller des Boston Globe und wurde in über 14 Sprachen übersetzt. Penelope Lively beschrieb ihn 1996 in einer Rezension der New York Times wie folgt: „Eine simbabwische Mutter schreibt an ihre Tochter Zenzele, eine Harvard-Studentin, und erzählt ihre Lebensgeschichte. Damit spiegelt sie die Umbrüche in ihrem Land und auf ihrem Kontinent in den letzten rund 30 Jahren wider.“„A Zimbabwean mother writes to her daughter, Zenzele, a Harvard student, telling the story of her life and thus reflecting the upheavals of her country and indeed her continent over the last 30 years or so.“ Maraire selbst sagte damals: „Seit ich das Buch geschrieben habe, habe ich viele junge Afrikaner getroffen, die mir erzählt haben, dass sie sich in diesem Buch zum ersten Mal wiedererkennen – in der Generation von Kindern, die den Übergang von der Zeit vor der Unabhängigkeit zum Kampf um die Unabhängigkeit und der Zeit nach der Unabhängigkeit miterlebt haben, und dem darauf folgenden Zynismus. Wir erinnern uns an die Apartheid, als wir in bestimmten Geschäften nicht einkaufen durften… Wir sind hin- und hergerissen zwischen der traditionellen afrikanischen Kultur und der modernen Kultur. Wir wissen nicht, wie wir beides miteinander verbinden sollen, und es gibt keine Vorbilder. Die Welt ist so westlich geprägt, und wir wollen unsere Kernidentität bewahren.“ („Since I’ve written the book… I’ve met a lot of young Africans who’ve told me it’s the first time they’ve read a book in which they recognize themselves, the generation of children who made the transition from pre-independence to the struggle for independence and the post-independence era, and the ensuing cynicism that inevitably followed. We remember apartheid, when we weren’t allowed to shop in certain stores… We’re lost between the traditional African culture and the modern culture. We don’t know how to incorporate them, and there are no role models. The world is so Western, and we want to retain our core identity.“)
Persönliches Maraire lebt dauerhaft in Simbabwe. Sie ist verheiratet mit Allen Chiura, einem Urologen. Er ist benefalls Simbabwer und sie haben vier Kinder.
Werke Zenzele: A Letter for My Daughter. Phoenix 1996. ISBN 9781857997736Margaret Jean Hay: Kap. J. Nozipo Maraire’s Zenzele: A Letter for My Daughter. In: African Novels in the Classroom. Lynne Rienner Publishers 1. Januar 2000. google books ISBN 9781555878788
Weblinks Maraire, J. Nozipo Biography, Postcolonial Studies @ Emory. scholarblogs.emory.edu
Einzelnachweise
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