Die israelische Fußballnationalmannschaft () ist die Mannschaft des Israelischen Fußballbundes (IFA).
Geschichte In der Asian Football Confederation bis 1974 Die Anfänge des Fußballspiels in Israel bzw. Palästina im Gymnasia Herzliya in Jaffa reichen bis 1912 zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg spielten jüdische, arabische und britische Teams in Palästina Fußball. Mitte August 1928 wurde der Palästinensische Fußballbund gegründet, der am 6. Juni 1929 in die FIFA aufgenommen wurde. 1934 und 1938 nahm die Nationalmannschaft unter dem Namen Palästina/Eretz Israel an der Qualifikation zur Weltmeisterschaft teil. Das erste Tor der Mannschaft (beim 1:7 gegen Ägypten) schoss Avraham Nudelmann.
Mit der Staatsgründung Israels 1948 wurde der Israelische Fußballverband IFA gegründet und in die FIFA aufgenommen. Das erste Spiel nach der Staatsgründung war am 26. September 1948 gegen die Mannschaft der USA, es ging 1:3 verloren.
Im Jahr 1956 trat Israel der Asian Football Confederation (AFC) bei. Am späteren Olympiasieger UdSSR scheiterte man in der Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Melbourne.https://www.rsssf.org/tablesi/isra-intres50.html
Bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1958 traten nacheinander die Türkei, Indonesien und der Sudan nicht gegen Israel an. Da die FIFA kein Land ohne Qualifikationsspiel zulassen wollte, wurde Wales aus allen Gruppenzweiten der anderen Gruppen als Gegner zugelost. Israel verlor zweimal mit 0:2 gegen Wales.
In der Qualifikation zu den Olympischen Spielen 1960 belegte Israel in einer Gruppe mit Jugoslawien und Griechenland den 2. Platz hinter den punktgleichen Jugoslawen, die sich auf Grund des besseren Torverhältnisses qualifizierten und in Rom Olympiasieger wurden.
1962 scheiterte Israel in der Qualifikation mit 2:4 und 0:6 an Italien, nachdem zuvor Zypern und Äthiopien besiegt worden waren und Rumänien nicht antrat.
Im Jahr 1964 scheiterte Israel in der 1. Qualifikationsrunde zu den Olympischen Spielen an Südvietnam.
Israel konnte sich 1968 für die Olympischen Spiele in Mexiko qualifizieren und erreichte das Viertelfinale.
1970 konnte man sich gegen Australien durchsetzen und zum ersten und einzigen Mal eine WM-Endrunde erreichen (s. u.)
Israel scheiterte 1972 im Halbfinale der Asien-Qualifikation für die Olympischen Spiele in München im Elfmeterschießen an Thailand.https://www.rsssf.org/tablesi/isra-intres70.html
Zwischen 1974 und 1991 Wegen des Boykotts der arabischen Staaten wurde Israel 1974 aus dem asiatischen Verband ausgeschlossen. Die Aufnahme in die UEFA wurde aber von den Staaten des Ostblocks abgelehnt. So wurde Israel bei FIFA-Qualifikationsturnieren in verschiedenen anderen Qualifikationsgruppen einsortiert.
Erneut konnte sich Israel im Jahr 1976 für die Olympischen Spiele qualifizieren. In Montreal wurde das Viertelfinale erreicht, in dem gegen das brasilianische Olympiateam verloren wurde.
In der darauf folgenden Olympia-Qualifikation 1980 scheiterte Israel an Spanien.
In der Qualifikation zu den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles scheiterte man an der westdeutschen Olympiamannschaft.
1988 nahm Israel in der ozeanischen Qualifikationsgruppe an der Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Seoul teil und scheiterte an Australien.
In der WM-Qualifikation 1990 scheiterte Israel als Vertreter der ozeanischen Konföderation im interkontinentalen Playoff gegen den südamerikanischen Vertreter Kolumbien.
In der UEFA seit 1991/1994
Nach dem Ende des Kommunismus in Osteuropa wurde Israel 1991 vorläufig in die UEFA aufgenommen (Vollmitglied seit 1994), bestreitet seit der Qualifikation für die WM 1994 die Weltmeisterschafts-Qualifikationen in den Europa-Gruppen und nimmt an der EM-Qualifikation teil, konnte sich aber bisher für kein Turnier qualifizieren.
Das EM-Qualifikationsspiel gegen Andorra wurde am 6. September 2006 wegen der FIFA-Sanktionen aufgrund des Libanonkriegs im Goffertstadion in Nijmegen vor leeren Rängen ausgetragen, da nach Meinung der UEFA angesichts der angespannten politischen Lage die Sicherheit der Mannschaften und Zuschauer nicht garantiert werden könne., 10. September 2006 Für die folgenden Begegnungen hob die UEFA die Heimspiel-Sperre gegen Israel am 15. September 2006 mit sofortiger Wirkung auf.
Teilnahme Israels an Fußball-Weltmeisterschaften Jahr Gastgeberland Teilnahme bis Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 200 kB) Trainer Bemerkungen und Besonderheiten1930Uruguay nicht existent Der Staat Israel existiert noch nicht. Das britische Protektorat Palästina, zu dem Teile des heutigen Israels gehörten, nimmt nicht teil. 1934 Italien nicht existent Palästina scheitert in der Qualifikation an Ägypten 1938Frankreich nicht existent Palästina scheitert in der Qualifikation an Griechenland, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte 1950Brasilien nicht qualifiziert In der 1. Qualifikations-Runde an Jugoslawien gescheitert 1954Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert 1958Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an Wales gescheitert, die als Ersatzgegner bestimmt wurden, da andere Länder gegen Israel nicht antreten wollten. 1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation in der Play-off-Runde „Europa / Naher Osten“ an Italien gescheitert 1966 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an Bulgarien gescheitert 1970 Mexiko VorrundeUruguay, Schweden, Italien 12.Emanuel Schaffer Israel scheidet als Gruppenletzter aus, erreicht aber zwei Remis gegen die beiden europäischen Mannschaften. Siehe auch: Fußball-Weltmeisterschaft 1970/Israel 1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Südkorea gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Südkorea gescheitert, das sich aber ebenfalls wieder nicht qualifizieren konnte 1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schottland und Nordirland gescheitert 1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Australien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte 1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation in den interkontinentalen Playoffs an Kolumbien gescheitert 1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und Bulgarien gescheitert, die dann bei der WM im Spiel um Platz drei aufeinandertrafen. 1998 Frankreichnicht qualifiziert In der Qualifikation an Bulgarien und Russland gescheitert, das in den Play-offs ebenfalls scheiterte 2002 Südkorea/Japannicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Österreich gescheitert, das in den Play-offs ebenfalls scheiterte 2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich und der Schweiz gescheitert. 2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Schweiz und Griechenland gescheitert. 2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Russland und Portugal gescheitert. 2018 Russland nicht qualifiziert Nach einer Niederlage am drittletzten Spieltag der Qualifikation in Italien bestand keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Qualifikation. 2022 Katar nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Schottland gescheitert. 2026 Kanada/Mexiko/USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Norwegen und Italien gescheitert.
Teilnahme Israels an Fußball-Europameisterschaften 1960 bis 1992 – kein UEFA-Mitglied (Mitglied der AFC) 1996 bis 2024 – nicht qualifiziert
UEFA Nations League 2018/19: Liga C, 2. Platz mit 2 Siegen und 2 Niederlagen 2020/21: Liga B, 3. Platz mit 2 Siegen, 2 Remis und 2 Niederlagen 2022/23: Liga B, 1. Platz mit 2 Siegen und 2 Remis (die der Gruppe zugeloste russische Mannschaft wurde wegen des Überfalls auf die Ukraine gesperrt und muss in Liga C absteigen) 2024/25: Liga A, 4. Platz mit 1 Sieg, 1 Remis und 4 Niederlagen
Teilnahme Israels an Fußball-Asienmeisterschaften 1956 bis 1960 – Vizemeister 1964 – Asienmeister 1968 – Dritter 1972 – zurückgezogen
Rekordspieler Stand: 16. November 2025 Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum Rekordnationalspieler 1. Yossi Benayoun 102Davon ein Spiel am 3. März 2010 gegen Rumänien, das von der FIFA nicht gezählt wird. 24 Mittelfeld 1998–2017 seit 14. August 2013 (94 Spiele) 2. Tal Ben Haim 96 2 Abwehr 2002–2017 3. Arik Benado 94 0 Abwehr 1995–2007 3. September 2005 bis 28. Mai 2014 (86 bis 94 Spiele) 4. Alon Harazi 89 1 Abwehr 1992–2006 3. September 2005 bis 7. Februar 2007 (86 bis 89 Spiele, zusammen mit Arik Benado) 5. Bibras Natkho 88 4 Mittelfeld 2010–2023 6. Amir Schelach 85 0 Abwehr 1992–2001 15. August 2001 bis 3. September 2005 (84 bis 85 Spiele)7. Nir Klinger 83Davon 6 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1988 und ein Spiel gegen die UdSSR, das von der FIFA auch nicht gezählt wird 2 Mittelfeld 1987–1997 31. März 1997 bis 15. August 2001 (83 Spiele) Mordechai Spiegler 83Davon 7 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1964, 1968 und 1972 und 4 Spiele bei den Olympischen Spielen 1968 sowie 14 weitere Spiele, die von der FIFA auch nicht gezählt werden 32Davon 4 Tore bei Qualifikationsspielen zu den Olympischen Spielen 1964 und 1972 und 1 Tor bei den Olympischen Spielen 1968 sowie 3 weitere Tore, die von der FIFA auch nicht gezählt werden Mittelfeld/Angriff 1964–1977 22. März 1972 bis 31. März 1997 (62 bis 82 Spiele) 9. Avi Nimni 80 17 Mittelfeld/Angriff 1992–2005 10. Dudu Aouate 78 0 Tor 1999–2013 Tal Banin 78 12 Mittelfeld 1990–2003 Eyal Berkovic 78 9 Mittelfeld 1992–2004 Itzhak Shum 78 10 Mittelfeld 1969–1978 14. Eli Dasa 75 1 Abwehr 2015–15. Walid Badir 74 12 Mittelfeld 1997–2007 Eran Zahavi 74 35 Mittelfeld/Angriff 2010–
Rekordtorschützen Eran Zahavi ist seit dem 12. Oktober 2021 Rekordtorschütze als er bei dem WM-Qualifikationsspiel beim 2:1 gegen Moldau mit seinem 33. Tor den Rekord von Mordechai Spiegler überbot.
Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum1. Eran Zahavi 35 74 0,47 2010– 2. Mordechai Spiegler 32 83 0,39 1964–1977 3. Yossi Benayoun 24 102 0,24 1998–2017 Yehoshua Feigenbaum 24Davon 4 Tore bei den Olympischen Spielen 1968 sowie 5 weitere Tore, die von der FIFA auch nicht gezählt werden 51Davon 4 Spiele bei den Olympischen Spielen 1968 sowie 11 weitere Spiele, die von der FIFA auch nicht gezählt werden 0,47 1966–1977 5. Ronen Harazi 23 53 0,44 1992–1999 6. Nahum Stelmach 22Davon 3 Tore bei Qualifikationsspielen zu den Olympischen Spielen 1956 und 1960 61Davon 8 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1956, 1960 und 1964 sowie 8 weitere Spiele, die von der FIFA auch nicht gezählt werden 0,36 1956–1968 7. Gidi Damti 20Davon 7 Tore bei Qualifikationsspielen zu den Olympischen Spielen 1976 und 1980. 69Davon 12 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1972, 1976 und 1980, 4 Spiele bei den Olympischen Spielen 1976 und 6 weitere Spiele, die von der FIFA nicht gezählt werden. 0,29 1971–1981 8. Yehoshua Glazer 18Davon 2 Tore bei Qualifikationsspielen zu den Olympischen Spielen 1960 und 2 weitere Tore in Spielen, die von der FIFA nicht gezählt werden. 35Davon 6 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1956 und 1960 und 2 weitere Spiele, die von der FIFA nicht gezählt werden. 0,51 1949–1961 Giora Spiegel 18Davon 2 Tore bei Qualifikationsspielen zu den Olympischen Spielen 1968 und 2 Tore bei den Olympischen Spielen 1968 sowie 4 weitere Tore, die von der FIFA auch nicht gezählt werden 44Davon 5 Qualifikationsspiele zu den Olympischen Spielen 1968 und 1972 und 4 Spiele bei den Olympischen Spielen 1968 sowie 6 weitere Spiele, die von der FIFA auch nicht gezählt werden 0,41 1965–1980 10. Tomer Hemed 17 37 0,46 2011–2019 Alon Mizrahi 17 37 0,46 1992–2001 Avi Nimni 17 80 0,21 1992–2005 Eli Ohana 17 51Davon 1 Spiela, das von der FIFA auch nicht gezählt wird. 0,33 1984–1997 Quellen: rsssf.org, eu-football.info, Israel Football Association
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