Hans W. Koch (* 1962 in Heidenheim an der Brenz/Baden-Württemberg) ist ein deutscher Komponist und Klangkünstler.

Leben Koch studierte 1983–1984 Ägyptologie, Altorientalistik und Religionswissenschaft an der Universität Tübingen, von 1984 bis 1988 an der Pädagogischen Hochschule Weingarten Musik, Geschichte und Physik und von 1988 bis 1995 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Musiktheorie, Komposition bei Johannes Fritsch und Klavier bei Erwin Kuckertz. 2007 war er am California Institute of the Arts Gastprofessor für Komposition und experimentelle Soundpraxis. Von 2012 bis 2015 hatte er einen Lehrauftrag für hybrid sound composition und extended systems am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Seit 2015 ist er Professor für Klangkunst an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Seit seiner Studienzeit beschäftigte sich Koch – auch als Interpret – mit den Werken John Cages und Morton Feldmans. Weitere Anregungen gewann er von Giacinto Scelsi und Jani Christou, auch von weniger bekannten Komponisten wie Nicolai Obuchow und Leni Alexander. Neben der Entwicklung offener musikalischer Formen für diverse, oft interdisziplinäre Ensembles konzentriert er sich auf Klanginstallationen, teils in Verbindung mit digitalen Medien. Häufig setzt er in seinen Werken Alltagsgegenstände und Computer als Klangerzeuger ein. Seine künstlerische Arbeit führte ihn in viele Länder Europas, nach Japan und in die USA.

Ab 1993 war Koch Vorstandsmitglied des Kölner Musikensembles Krahnenbaum Company um den Komponisten Bernhard König. Mit König und Anke Eberwein gründete er 1997 das Büro für Konzertpädagogik. Von 2004 bis 2008 war er Mitglied im Programmkomitee der Kölner Musiknacht. Seit 2010 ist er Vorstandsmitglied von ON Cologne, einem Netzwerk zur Förderung der freien experimentellen Musikszene in Köln.

Als Duo &2 arbeitet er mit Bettina Wenzel an experimentellen Performances mit Tanz, Gesang, Musik und Video. Weitere künstlerische Partner waren u. a. Tomomi Adachi, Sam Ashley, Peter Behrendsen, Jens Brand, Michael Duch, Annegret Heinl, Lasse Morhaug, Ortrud Kegel, Thomas Lehn, Manuel Mota, Harald Muenz, Tisha Mukarji, Joker Nies, Josef Novotny, Joscha Oetz, Marian Palla, Ben Patterson, Zdenek Plachy, Alla Purvess, Ernesto Rodriguez, Jan Steklík, David Subik, Chao-Ming Tung, Michael Vorfeld, Andreas Wagner und Joachim Zoepf.

Hörspiele (Auswahl) 2011: tempered reality: berlin bahn bells (Autor und Komponist) (Ars acustica – Deutschlandradio Kultur/Technische Universität Dresden, Fachgebiet Audiokommunikation, elektronisches Studio) 2011: The Artist’s Corner: quintenzirkeln. circling fifths (Autor und Komponist) (Ars acustica – Hessischer Rundfunk) 2016: the O. theorem – alphabet 5/11 (Autor und Realisation) (Ars acustica – HR) 2024: alien acoustic (Autor und Realisation) (Ars acustica – HR)Quelle: ARD-Hörspieldatenbank

Quellen

Weblinks Website von Hans W. Koch Kunsthochschule für Medien Köln: Prof. Hans W. Koch EMDoku: Koch, Hans W. Edition Telemark: hans w. koch: the O. theorem

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