|} mini|Früherer Bahnhof Hamburg-Bergedorf Süd (September 2008) Die Bahnstrecke Bergedorf–Gesthacht wurde 1906 von der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn Gesellschaft gebaut und bis 1956 betrieben. Seitdem ist die AKN Eisenbahn der Betreiber der Strecke. Gegenwärtig findet wenig Güterverkehr und gelegentlicher Museumsbahnbetrieb auf der Strecke statt.
Geschichte Die Verbindung zwischen den Hamburger Stadtteilen Bergedorf und Geesthacht, das bis 1937 zu Hamburg gehörte, wurde am 20. Dezember 1906 zunächst provisorisch eröffnet. Der vollständige Personen- und Güterverkehr auf der knapp 14 Kilometer langen Strecke, die teilweise über preußisches Gebiet führte, von Bergedorf Staatsbahnhof (heute Bahnhof Hamburg-Bergedorf) in südwestlicher Richtung über eine Kurve weiter in östlicher Richtung zum Bahnhof Bergedorf SüdKarte von Bergedorf 1928 und dann weiter über die Stationen Holtenklinke, Börnsen, Escheburg, Besenhorst und Düneberg nach Geesthacht wurde erst am nach Fertigstellung der Brücke über den Schleusengraben in Bergedorf aufgenommen.
mini|Für den Museumsbetrieb wird die dänische Dampflok der Baureihe DSB Q, Karoline, verwendet Am 26. Oktober 1953 fuhr der letzte reguläre Personenzug von Bergedorf nach Geesthacht. Es ist ein bescheidener Güterverkehr geblieben. Auf und neben den Bahnhofsanlagen in Bergedorf Süd unterhält die VHH ihren wichtigsten Betriebshof mit Werkstätten, die immer wieder dem Bedarf angepasst wurden, wobei auch Geländeteile mit Gebäuden verkauft wurden.
Am 7. April 1954 entstand aus der BGE das neue Verkehrsunternehmen Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH), die diese Strecke weiter betrieb. Zum 1. Januar 1956 ging der Betrieb an die AKN.
Seit 1976 betreibt die in Geesthacht ansässige Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn auf dieser Strecke einen Museumsdampfzugbetrieb, unter anderem mit originalen BGE-Wagen.
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Stadt Geesthacht wurden 2016 mit einem neuen Triebwagen der AKN Sonderfahrten durchgeführt. Im Jahr 2024 wurde Ähnliches zur Verleihung der Stadtrechte an Geesthacht vor 100 Jahren wieder veranstaltet. Dabei wurden erstmals auch wieder einzelne Fahrten von und zum Hamburger Hauptbahnhof durchgeführt. Zum Einsatz kamen je ein Fahrzeug des Typs Lint 54 und FLIRT Akku.
Perspektive im 21. Jahrhundert Die AKN wirbt zusammen mit Lokalpolitikern und dem Verkehrsverbund NAH.SH für eine Reaktivierung der ehemaligen BGE-Strecke für den Personenverkehr, wobei auch der Bahnhof Bergedorf Süd einbezogen werden soll., abgerufen am 13. August 2016 Vorgesehen ist dabei eine Anbindung an den Bahnhof Bergedorf. Die Anbindung von Bergedorf Süd zum Bahnhof Bergedorf muss hierbei neu geschaffen werden da diese bereits abgebaut wurde. Planungen zur Reaktivierung wurden vom Wirtschafts- und Verkehrsministerium Schleswig-Holsteins aufgenommen., abgerufen am 20. Juli 2016
Im Landesweiten Nahverkehrsplan 2022 bis 2027 Schleswig-Holsteins war die Reaktivierung der Strecke als Maßnahme mit noch offener Finanzierung ab 2027 vorgesehen. Mittlerweile hat das Bundesland Schleswig-Holstein (im Februar 2026) 180 Mio. € für die Reaktivierung der Strecke reserviert.https://www.abendblatt.de/schleswig-holstein/kreis-lauenburg/article411308729/meilenstein-land-plant-180-millionen-euro-fuer-geesthacht-bahn-ein.html Dabei wird die Realisierung in zwei Stufen empfohlen, wobei die erste Stufe eine Regionalbahn zwischen Geesthacht und Hamburg-Bergedorf mit 20-minütiger Fahrtzeit vorsieht und die zweite Stufe eine Direktverbindung durch einen Regionalexpress zwischen Geesthacht und Hamburg Hauptbahnhof empfiehlt. Für den Betrieb der ersten Stufe wird eine nötige Gesamtinvestition von 74 Mio. Euro und jährliche Betriebskosten von 17 Mio. Euro angegeben. Auch im Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen für die Legislaturperiode 2022 bis 2027 ist ein Vorantreiben der Reaktivierung in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg festgehalten.
Im Januar 2025 wurde eine Ländervereinbarung angekündigt, mit der die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein Mittel von 1,5 Mio. Euro für die Vorplanung zur Reaktivierung freigeben wollten. Die Vorplanung sollte ursprünglich Ende 2026 abgeschlossen werden. Schleswig-Holstein unterzeichnete die Vereinbarung im Februar 2025, eine Unterschrift Hamburgs erfolgte jedoch erst im September 2026. Mit der Vorplanung wurde die AKN Eisenbahn beauftragt, die unter anderem eine Verbindung im 20-Minuten-Takt sowie eine stündliche Direktverbindung nach Hamburg Hbf prüfen soll.
Siehe auch Schienenverkehr in Hamburg Informationen der Stadt Geesthacht über geplante Reaktivierung der Strecke.
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Einzelnachweise
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