Anna Gianna Manca (* 1957) ist eine italienische Historikerin.

Manca legte 1976 das Abitur am humanistischen Gymnasium „De Castro“ in Oristano ab. 1982 schloss sie ein Studium der Soziologie an der Universität Trient ab. Ihre Abschlussarbeit trägt den Titel Direzione politica e ragion di Stato negli Scritti Politici di Max Weber (Politische Führung und Staatsräson in den politischen Schriften von Max Weber). Betreuer war der Historiker Pierangelo Schiera. 1984 erhielt sie ein zweimonatiges Stipendium des DAAD. 1985/1986 nahm sie ein Jahresstipendium am Institut für Europäische Geschichte in Mainz unter der Leitung von Karl Otmar Freiherr von Aretin wahr. 1986 erhielt sie ein Stipendium des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient (ISIG). Von 1987 bis 1991 absolvierte sie den Doktoratsstudiengang in „Geschichte (Geschichte der europäischen Gesellschaft)“ unter der Leitung von Marino Berengo an der Universität Venedig. 1991 wurde sie mit einer Dissertation zum Thema La sfida delle riforme. Costituzione e politica nel liberalismo prussiano (1850–1866) (Verfassung und Politik im preußischen Liberalismus. Von der Verfassung vom 30. Januar 1850 bis zum Verfassungskonflikt (1862–1866)) promoviert. Von 1991 bis 1992 erhielt sie ein Forschungsstipendium am Institut für Europäische Geschichte in Mainz. Von 1992 bis 2005 nahm sie eine unbefristete Forschungsstelle am Italienisch-Deutschen Historischen Institut in Trient unter der Leitung von Paolo Prodi wahr. Von 2005 bis 2021 war sie außerordentliche Professorin an der Fakultät/Abteilung für Literatur und Philosophie der Universität Trient. Seit 2021 ist sie als Professorin am Fachbereich für Literatur und Philosophie der Universität Trient tätig.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind die deutsche, italienische und vergleichend europäische Verfassungsgeschichte.

Schriften (Auswahl) (Hrsg.) mit Siegrid Westphal: Politische Repräsentation und Partizipation. Vom Mittelalter bis heute = Rappresentanza politica e partecipazione. Dal medioevo a oggi. De Gruyter Oldenbourg. Berlin/Boston 2024, ISBN 978-3-11-077984-4. Costituzione e amministrazione della monarchia prussiana 1850–1914. Societa editrice il Mulino, Bologna 2016, ISBN 978-88-15-26008-6. (Hrsg.) mit Wilhelm Brauneder: L’istituzione parlamentare nel XIX secolo. Una prospettiva comparata. [Trento, 22–24 ottobre 1998] = Die parlamentarische Institution im 19. Jahrhundert. [Istituto Storico Italo-Germanico in Trento]. Soc. Ed. il Mulino, Bologna 2000, ISBN 88-15-07752-9/Duncker & Humblot, Berlin 2000, ISBN 3-428-10266-5. La sfida delle riforme. Costituzione e politica nel liberalismo prussiano (1850–1866). Societa editrice il Mulino, Bologna 1995.

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