Kristina Michailowa () ist eine kasachische Filmregisseurin und Produzentin von Dokumentarfilmen. Ihr Film River Dreams wurde 2026 für das Forum-Special-Programm der Berlinale ausgewählt.

Leben Michailowa schloss ein Filmstudium ab. Sie beschrieb die Arbeit als Filmemacherin in Kasachstan als von weit verbreiteter Misogynie geprägt und sie musste ihre Berechtigung, Filme zu machen, immer wieder verteidigen. Sie entschied sich gemeinsam mit ihrer Produzentin für einen Verbleib in Kasachstan, um dort gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen und ein lokales Publikum zu erreichen.

Wirken Michailowa nahm als Vertreterin Kasachstans an internationalen Branchenformaten wie Berlinale Talents, IDFAcademy und dem DOK Leipzig Co-Pro Market teil. Sie gründete die Initiative „Women Make Docs“, die Dokumentarfilmerinnen in Zentralasien unterstützt und den Aufbau von Netzwerken sowie öffentliche Vorführungen fördert. Vor ihrem Langfilmdebüt realisierte sie den Kurzfilm Algiz (2021). River Dreams ist als „Heimatfilm“ angelegt, der Frauen und Mädchen dazu einlädt, sich selbst als Fluss vorzustellen, und daraus ein vielstimmiges Panorama weiblicher Lebensentwürfe entwickelt. Für die Dreharbeiten führte sie mehr als hundert Gespräche und verstand den Prozess als kollektive Arbeit in einem geschützten Gesprächsraum. Der Film setzt poetische und experimentelle Mittel ein und nimmt politische Stellung zu Geschlechterrollen, sexualisierte Gewalt und autoritäre Strukturen in Kasachstan. River Dreams wurde als Koproduktion zwischen Kasachstan, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich umgesetzt und von der Produktionsfirma 24 FPS gemeinsam mit Mira Film Basel und Sylph Productions produziert. Michailowa nahm überdies an einer Gemeinschaftsausstellung der Biennale von Venedig teil.

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Einzelnachweise

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