mini|Dorfkirche Langenstriegis (Frankenberg/Sa.) mini|Innenansicht mini|Schnitzaltar Die evangelische Dorfkirche Langenstriegis ist eine im Kern gotische, barock umgebaute Saalkirche im Ortsteil Langenstriegis von Frankenberg/Sachsen im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Hoffnungskirchgemeinde Hainichen im Kirchenkreis Leisnig-Oschatz der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
Geschichte und Architektur Die Dorfkirche Langenstriegis geht auf ein gotisches Bauwerk zurück, von dem der Chor wiederverwendet und 1722 mit einem barocken Saal versehen wurde. Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau; der Chor mit Dreiachtelschluss ist mit Strebepfeilern versehen; Segmentbogenfenster erhellen das Innere. Ein Dachreiter akzentuiert die Kirche. Im Westen ist eine niedrige Vorhalle angefügt, an der Ostseite des Chores eine Sakristei mit Mansarddach. Im Innern ist der Raum durch eine flache, stuckierte Putzdecke geschlossen; eine eingeschossige Holzempore umgibt den Raum.
Ausstattung Ein wertvoller spätgotischer Schnitzaltar aus der Zeit um 1520 wurde aus verschiedenen Figuren und Altarteilen zusammengefügt, darunter eine Pietà aus der Zeit um 1420. Die Figuren wurden vom Meister des Reinsdorfer Altars geschaffen, die Malereien vom Meister des Alexiusaltars. In der Predella befindet sich eine geschnitzte Darstellung der Marienkrönung; im Schrein eine Marienkrönung; seitlich die Heiligen Wolfram und Barbara. Auf den Flügeln sind die Heiligen Andreas. Michael, Laurentius und Cyriakus sowie ein Bischof, Blasius, Katharina und eine weibliche Heilige dargestellt. Die gemalte Wandlung zeigt Szenen aus dem Leben der Heiligen Agathe. Auf den Außenflügeln sind die Heiligen Christophorus und Rochus zu sehen. Im Auszug ist eine Kreuzigungsgruppe mit ausdrucksstarken Figuren der Maria und Johannes aus der Zeit um 1500 aufgestellt. Ein Taufengel mit faltenreichem Gewand stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die kelchförmige achteckige Holztaufe wurde etwa zur gleichen Zeit geschaffen.
Die Orgel mit einem schlichten Prospekt im Rundbogenstil ist ein Werk von Alfred Schmeisser aus dem Jahr 1934 mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal, das 1958 umgebaut wurde.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Mittelsachsen Kategorie:Bauwerk in Frankenberg/Sachsen Kategorie:Kulturdenkmal in Frankenberg/Sachsen Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Gotischer Baurest Kategorie:Gotisches Bauwerk in Sachsen Kategorie:Barockisierte Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Sachsen Kategorie:Kirchengebäude in Europa