Nairi Hadodo (* 15. Juli 1995 in Köln) ist eine deutsche Schauspielerin in Film, Fernsehen und Theater und ist seit 2020 Ensemblemitglied am Theater Basel sowie seit 2024 am Maxim Gorki Theater in Berlin.
Leben und Ausbildung Hadodo wurde 1995 in Köln geboren und wuchs in Düsseldorf auf. Sie wuchs zweisprachig auf und spricht neben Deutsch fließend Englisch sowie Armenisch.
Von 2016 bis 2020 absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen/Bochum. Zuvor studierte sie von 2014 bis 2016 Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf bei Jürgen Drescher.
Für ihr Solo‑Diplomprojekt to preserve, to protect, to pop a bottle of Moët wurde sie für den Folkwang‑Preis 2020 nominiert. Ergänzend nahm sie 2013 an einem Shakespeare‑Intensivkurs an der London Academy of Music and Dramatic Art (LAMDA) sowie 2022 an einem Kamera‑Acting‑Kurs in New York teil.
Sie lebt in Berlin-Kreuzberg.
Karriere Nach ihrem Studium an der Folkwang Universität wurde Hadodo schnell für bedeutende Theater- und Filmproduktionen verpflichtet. Bereits 2018 wurde sie mit der Produktion Das Internat am Schauspiel Dortmund (Regie: Ersan Mondtag) zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2019 erhielt sie den Förderpreis beim Schauspielschultreffen.
Seit 2020 gehört sie zum Ensemble des Theater Basel. Dort wirkte sie unter anderem in der Inszenierung Ein Sommernachtstraum von Antú Romero Nunes mit, die 2023 ebenfalls zum Theatertreffen eingeladen wurde. Seit 2024 ist sie zudem am Maxim Gorki Theater in Berlin engagiert.
Mit dem Stück Kim präsentierte Nairi Hadodo erstmals eine eigene Regie- und Autorenarbeit, in der sie zugleich auch auf der Bühne stand. Die Produktion entstand zunächst am Theater Basel und wurde ab 2024 zusätzlich am Maxim Gorki Theater in Berlin gezeigt. Im Maxim-Gorki Theater entstand dann ihre zweite Arbeit Jane Eyre, die sie als Autorin, Regisseurin und Schauspielerin nach dem gleichnamigen Roman von Charlotte Brontë verwirklichte.
Im Fernsehen übernahm sie Rollen in Serien wie Neumatt (SRF) und 30 Tage Lust (SWR/ARD). Einem breiten Publikum wird sie 2026 durch ihre Mitwirkung in der Krimireihe Tatort bekannt. Im Schwarzwald-Tatort übernahm sie in den Folgen Sharenting (Regie: Marijana Verhoef) und Innere Angelegenheiten (Regie: Robert Thalheim) die durchgehende Rolle der Laura Babayan.
Filmografie (Auswahl) 2020: Hyperland 2023: Ein Sommernachtstraum 2024: Neumatt (Fernsehserie, 3 Folgen) 2024: 30 Tage Lust (Miniserie, 3 Folgen) 2025: Chabos (Fernsehserie, 1 Folge) 2025: Die Frau in Blau 2024: Mother’s Baby 2025: Overtüre 2026: Etwas ganz Besonderes 2026: Tatort: Innere Angelegenheiten 2026: Stardust Hotel (Fernsehserie, 1 Folge)
Theater (Auswahl) 2018: Das Internat (Regie: Ersan Mondtag), Schauspiel Dortmund 2018: Szenen einer Ehe (Regie: Selina Girschweiler), ROTTSTR5 Theater 2018: Die Zähmung der Widerspenstigen (Regie: Achim Lenz), Folkwang Shakespeare Festival 2019: Was Glänzt (Regie: Philipp Becker), Schauspielhaus Bochum 2020: Ein Sommernachtstraum (Regie: Antú Romero Nunes), Theater Basel 2020–2022: Der Räuber Hotzenplotz (Regie: Antú Romero Nunes, Jörg Pohl), Theater Basel 2020–2023: Metamorphosen (Regie: Antú Romero Nunes), Theater Basel 2020–2023: Die bitteren Tränen der Petra von Kant (Regie: Emilie Charriot), Theater Basel 2020–2023: Der Spieler (Regie: Pınar Karabulut), Theater Basel 2020–2023: Ein Sommernachtstraum (Regie: Antú Romero Nunes), Theater Basel 2021: Ulysses (Regie: John Collins), Theater Basel 2021–2023: Die Physiker (Ensemble), Theater Basel 2024: Der Steppenwolf (Regie: Lies Pauwels), Theater Basel 2024–2025: Frankenstein (Regie: Oliver Frljić), Maxim Gorki Theater 2024–2025: Kim (Regie: Nairi Hadodo), Maxim Gorki Theater & Theater Basel 2025: Kim (Regie: Nairi Hadodo), Maxim Gorki Theater
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Einzelnachweise
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