mini|200px|Iwan Alexandrowitsch Benediktow (1939) Iwan Alexandrowitsch Benediktow (; *  in Nowaja Witschuga, Gouvernement Kostroma, Russisches Kaiserreich; † 28. Juli 1983 in Moskau) war ein sowjetischer Politiker der KPdSU, der unter anderem von 1938 bis 1943 und zwischen 1946 und 1947 Volkskommissar für Landwirtschaft beziehungsweise im Ministerrat der UdSSR zwischen 1947 und 1953 und erneut von 1953 bis 1955 Landwirtschaftsminister sowie zwischen 1955 und 1957 Minister für Staatsgüter war. Er fungierte zudem 1953 und abermals zwischen 1959 und 1967 als Botschafter in Indien sowie von 1967 bis 1970 als Botschafter in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ).

Leben Iwan Alexandrowitsch Benediktow, Sohn eines Postbeamten, schloss 1927 sein Studium an der „Kliment Arkadjewitsch Timirjasew“-Akademie für Landwirtschaft ab und wurde 1930 Mitglied der Allunionskommunistischen Partei (Bolschewiki). Er wurde Ende 1931 stellvertretender Direktor und später Direktor des Moskauer Regionalen Trusts für Gemüse-Staatsgüter. Er war als Nachfolger von Tichon Alexandrowitsch Jurkin zwischen dem 15. August 1937 und seiner Ablösung durch Alexej Dmitrijewitsch Stupow am 21. April 1938 Volkskommissar für Getreide und Vieh der Staatsbetriebe der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) sowie zwischen April und November 1938 Erster stellvertretender Volkskommissar für Landwirtschaft der UdSSR war. Am 15. November 1938 übernahm er als Nachfolger von Robert Indrikowitsch Eiche den Posten als Volkskommissar für Landwirtschaft und bekleidete diesen bis zum 11. Dezember 1943, woraufhin Andrei Andrejewitsch Andrejew ihn ablöste und er selbst wiederum Erster stellvertretender Volkskommissar für Landwirtschaft der UdSSR wurde. Auf dem XVIII. Parteitag (10. bis 21. März 1939) wurde er Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der KPdSU und behielt diese Funktion bis zum XIX. Parteitag der KPdSU (5. bis 14. Oktober 1952).

Als Nachfolger von Andrei Andrejew übernahm Benediktow, der auch Doktor der Wirtschaftswissenschaften war, am 19. März 1946 selbst wieder das Amt des Volkskommissars für Landwirtschaft und wurde nach der Umbenennung und Neustrukturierung der Regierungsämter am 4. Februar 1947 im nunmehrigen Ministerrat der UdSSR erster Landwirtschaftsminister. Dieses Ministeramt hatte er bis zum 15. März 1953 inne und wurde daraufhin von Alexej Iwanowitsch Koslow als Minister für Landwirtschaft und Beschaffung abgelöst. Des Weiteren war er in der zweiten Legislaturperiode von 1946 bis 1950 Abgeordneter des Obersten Sowjets der UdSSR. Als Nachfolger von Kirill Wassiljewitsch Nowikow war Iwan Benediktow vom 29. April 1953 bis zu seiner Ablösung durch Michail Alexejewitsch Menschikow am 4. Juli 1953 erstmals kurzzeitig Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in Indien.

Nach seiner Rückkehr löste er Alexej Koslow am 1. September 1953 als Minister für Landwirtschaft und Versorgung und war daraufhin vom 21. November 1953 bis zu seiner Ablösung durch Wladimir Wladimirowitsch Matskewitsch am 2. März 1955 erneut Landwirtschaftsminister der UdSSR. Er selbst übernahm daraufhin im Ministerrat von Alexej Koslow das Amt des Ministers für Staatsgüter und verblieb in dieser Funktion bis zu deren Abschaffung am 30. Mai 1957. Daneben war er in der vierten und fünften Legislaturperiode von 1954 bis 1962 noch einmal Abgeordneter des Obersten Sowjets. Zugleich fungierte er zwischen dem 25. Dezember 1956 und dem 10. Mai 1957 als Stellvertretender Vorsitzender der Staatlichen Wirtschaftskommission des Ministerrats für die laufende Planung der Volkswirtschaft im Range eines Ministers. Nach seinem Ausscheiden aus dem Ministerrat der UdSSR fungierte er als Nachfolger von Pjotr Iwanowitsch Morosow vom 7. Juni 1957 bis zum 16. April 1959 als Landwirtschaftsminister der RSFSR, woraufhin Stepan Wlassowitsch Kaltschenko ihn ablöste. Daneben fungierte er zwischen 1957 und 1959 als stellvertretender Vorsitzender der Staatlichen Planungskommission der RSFSR.

Nach seinem Ausscheiden aus der Regierung der RSFSR löste Iwan Benediktow am 22. April 1959 Panteleimon Kondratjewitsch Ponomarenko als Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in Indien ab und verblieb auf diesem diplomatischen Posten in Neu-Delhi bis zum 12. April 1967, woraufhin Nikolai Michailowitsch Pegow neuer Botschafter wurde. Er wiederum übernahm am 12. April 1967 von Alexander Michailowitsch Pusanow das Amt als Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ) und bekleidete dieses diplomatische Amt in Belgrad bis zum 19. Januar 1971, woraufhin Wladimir Iljitsch Stepakow seine dortige Nachfolge antrat.

Benediktow wurde mehrmals ausgezeichnet und bekam unter anderem vier Mal den Leninorden, den Orden der Oktoberrevolution, zwei Mal den Orden des Roten Banners der Arbeit, den Orden der Völkerfreundschaft sowie zahlreiche Medaillen verliehen. Nach seinem Tode wurde er auf dem Moskauer Nowodewitschi-Friedhof beigesetzt.

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