mini|Ersterwähnungsurkunde von Harkerode Harkerode ist ein Ortsteil der Stadt Arnstein im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Geographie Geographische Lage Harkerode liegt am östlichen Harzrand etwa 9 km nordwestlich von Hettstedt.

Geschichte Harkerode wurde erstmals in einer Urkunde des Königs Otto I. vom 13. September 936 als Harrikesrothe erwähnt. Am 22. Oktober 973 folgte die Erwähnung als Kerlingorod.

Auf dem Gelände zwischen der Chaussee nach Welbsleben, der Chaussee zum Arnstein und dem Bach aus Sylda lag im Mittelalter das Stettlein Schnakerode. Nach dessen Untergang wurde dort ein der Adelsfamilie von Knigge gehörendes Gut errichtet, was jedoch mittlerweile ebenfalls untergegangen ist.

Vom Ende des 17. Jh. bis Anfang des 19. Jh. befand sich im Ort eine bedeutende Poststation an der Post- und Handelsstraße zwischen den Hansestädten Halle (Saale) und Hamburg, woraus ab 1817 das Gasthaus Grünes Röckchen hervorging.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Harkerode ohne seine Trennstücke mit der Landgemeinde Harkerode vereinigt. Der ehemals selbstständige Ort wurde am 20. Juli 1950 in die Nachbargemeinde Sylda eingegliedert. Am 1. April 1990 wurde er aus Sylda ausgegliedert und war anschließend knapp zwanzig Jahre lang wieder selbstständig. Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Harkerode, Alterode, Bräunrode, Greifenhagen, Quenstedt, Stangerode, Sylda, Ulzigerode und Welbsleben sowie die Stadt Sandersleben (Anhalt) zur neuen Stadt Arnstein zusammen.StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 Die Verwaltungsgemeinschaft Wipper-Eine, zu der Harkerode gehörte, wurde aufgelöst.

Politik Wappen Blasonierung: „In Blau eine schwarz konturierte silberne Burgruine mit blauen Durchbrüchen.“

Die Farben der Gemeinde sind: Blau - Silber (Weiß)

Das Wappen, das die Burgruine Arnstein darstellt, wurde 1996 vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und am 31. Januar 1997 vom Regierungspräsidium Halle genehmigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke miniatur|Schloss Harkerode um 1860, Sammlung Alexander Duncker 1832 wurde die Dorfkirche eingeweiht, die nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde. Im Ort besteht zudem ein Schloss der Freiherrn von Knigge zu dem zwei Mausoleen gehören, am Weg zum weithin sichtbaren Wahrzeichen: die Burgruine Arnstein.

Denkmale Grabtafel auf dem Ortsfriedhof für 16 KZ-Häftlinge, die auf einem Todesmarsch vom Außenlager Langenstein-Zwieberge des KZ Buchenwald im April 1945 durch den Ort getrieben und von SS-Männern ermordet wurden

Wirtschaft und Infrastruktur Verkehr Zur Bundesstraße 180, die Lutherstadt Eisleben und Aschersleben verbindet, sind es in östlicher Richtung rund 6 km.

Sport Der ortsansässige Fußballverein SV Arnstein 48 Harkerode spielt derzeit in der Kreisliga in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Hettstedt II.

Einzelnachweise

Weblinks

Harkerode – Das Schloss der Familie von Knigge Harkerode – Die Mausoleen der Familie von Knigge

Kategorie:Ort im Landkreis Mansfeld-Südharz Kategorie:Geographie (Arnstein, Sachsen-Anhalt) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mansfeld-Südharz) Kategorie:Ersterwähnung 936 Kategorie:Gemeindegründung 1990 Kategorie:Gemeindeauflösung 2010