mini|Aimé Berthod (1932) Aimé Adrien Maxime Berthod (* 9. August 1878 in Champagnole; † 16. Juni 1944 in Le Mans) war ein französischer Politiker der Parti républicain, radical et radical-socialiste. Er gehörte in der Zwischenkriegszeit und während der Vierten Französischen Republik zu den prägenden politischen Persönlichkeiten und war unter anderem Mitglied der Abgeordnetenkammer sowie des Senats.
Leben Aimé Berthod wurde 1890 geboren. Er studierte an der École normale supérieure Philosophie und arbeite danach als Lehrer am Lycée von Laon, bevor er von 1906 bis 1911 Kabinettschef von Außenminister Stephen Pichon wurde.Berthod, Aimé Adrien Maxime, Comité des travaux historiques et scientifiques, abgerufen am 16. Februar 2026
In den Jahren 1911 bis 1914 saß Berthod in die französische Abgeordnetenkammer, von 1924 bis 1935 erneut.Aimé Adrien Maxime Berthod, Französische Nationalversammlung, abgerufen am 16. Februar 2026 Anschließend war er von 1935 bis 1940 Mitglied des Senats.Berthod, Aimé, Website des französischen Senats, abgerufen am 16. Februar 2026
Nach dem Ersten Weltkrieg unterrichtete er in Paris an den Lycées Saint-Louis, Charlemagne und Louis-le-Grand. Mehrfach war Berthod in der Zwischenkriegszeit Mitglied der Regierung. Im Kabinett Painlevé III war er vom 29. Oktober bis zum 28. November 1925 Unterstaatssekretär des Kabinetts (Ministerrat). Diese Position hatte er vom 23. Februar bis zum 2. März 1930 im Kabinett Chautemps I erneut inne. Im Kabinett Steeg war er vom 13. Dezember 1930 bis zum 27. Januar 1931 für den Kunstetat zuständig. Im Kabinett Herriot III fungierte Berthod vom 3. Juni bis zum 18. Dezember 1932 als Minister für Renten. In den Kabinetten Daladier II und Doumergue II hatte Berthod das Amt des Ministers für Bildung inne.
Während des Zweiten Weltkriegs gehörte Berthod 1940 zu den Parlamentariern, die in Vichy über die Gewährung außerordentlicher Vollmachten an Marschall Pétain abstimmten. Wie zahlreiche andere Abgeordnete stimmte er für das entsprechende Verfassungsgesetz vom 10. Juli 1940, das das Ende der Dritten Republik einleitete. Kurz danach schloss er sich der Résistance an. Am 25. Februar 1944 wurde er von der deutschen Besatzungsmacht verhaftet und in Lons-le-Saunier inhaftiert, wo er sich eine Lungenerkrankung zuzog. Nach der Freilassung aus gesundheitlichen Gründen starb er an den Folgen der Erkrankung am 16. Juni 1944 in Le Mans.
Weblinks
Aimé Berthod, Bibliothèque nationale de France
Einzelnachweise
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