mini|200px|Michail Timofejewitsch Jefremow Michail Timofejewitsch Jefremow (; * in Nikolajewka, Gouvernement Samara, Russisches Kaiserreich; † 19. März 2000 in Moskau) war ein sowjetischer Diplomat und Politiker der KPdSU, der unter anderem Sekretär der Parteikomitees mehrerer Oblaste sowie zwischen 1965 und 1971 stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates der UdSSR war. Er fungierte zudem zwischen 1971 und 1975 als Botschafter in der DDR sowie von 1975 bis 1986 als Botschafter in Österreich.
Leben Michail Timofejewitsch Jefremow, der aus einer armen Bauernfamilie stammte, lebte von 1922 bis 1927 in einem Waisenhaus in Korsun und war zwischen 1927 und 1928 im Kommunistischen Jugendverband tätig. 1931 schloss er seine Ausbildung an der Elektrofachschule in Samara ab und arbeitete daraufhin in diesem Bereich. Er wurde 1932 Mitglied der Allunionskommunistischen Partei (Bolschewiki) und wurde nach dem Besuch des „Walerian Wladimirowitsch Kuibyschew“-Industrieinstituts 1941 Leitender Bauingenieur im Kraftwerk Tschapajewsk sowie 1943 Ausbilder und Abteilungsleiter im Parteikomitee der Oblast Kuibyschew. Nachdem er zwischen 1951 und 1952 Zweiter Sekretär war, wurde er am 21. Oktober 1952 als Nachfolger von Alexander Michailowitsch Pusanow Erster Sekretär des Parteikomitees der Oblast Kuibyschew und bekleidete diese Funktion bis zum 20. Oktober 1959, woraufhin Alexander Sergejewitsch Murysew ihn ablöste. 1954 wurde er zudem Abgeordneter des Obersten Sowjets der UdSSR und gehörte diesem von der vierten bis zum Ende der achten Legislaturperiode 1974 an. Auf dem XX. Parteitag der KPdSU (14. bis 25. Februar 1956) wurde er des Weiteren Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der KPdSU und gehörte diesem Gremium zunächst bis zum XXI. Parteitag (27. Januar bis 5. Februar 1959) an.
Im Anschluss fungierte Jefremow von 1959 bis 1961 als Leiter der Abteilung für Parteiorgane des ZK der KPdSU der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik RSFSR und war außerdem Mitglied des Büros des ZK der KPdSU in der RSFSR. Anschließend löste er am 16. März 1961 Nikolai Wassiljewitsch Laptew als Erster Sekretär des Parteikomitees der Oblast Tscheljabinsk ab und verblieb in dieser Funktion bis Fjodor Fjodorowitsch Kusjukow am 4. Dezember 1962 seine Nachfolge antrat. Auf dem XXII. Parteitag der KPdSU (17. bis 31. Oktober 1961) wurde er abermals Mitglied des ZK der KPdSU, dem er nunmehr nach seinen Wiederwahlen auf dem XXIII. Parteitag (29. März bis 8. April 1966) und dem XXIV. Parteitag (30. März bis 9. April 1971) bis zum XXV. Parteitag der KPdSU (24. Februar bis 5. März 1976) angehörte. Er übernahm am 7. Dezember 1962 von Leonid Nikolajewitsch Jefremow den Posten als Erster Sekretär des Parteikomitees der Oblast Gorki, die vom 7. Dezember 1962 bis zum 15. Dezember 1964 als Industrieregion bestand, und bekleidete dieses Amt nach der Zusammenlegung mit der Landregion am 15. Dezember 1964 bis zu seiner Ablösung durch Konstantin Fjodorowitsch Katuschew am 27. Dezember 1965.
mini|Botschafter Jefremow (Mitte) bei einem Besuch LPG Dedelow (19. Juni 1972). Am 13. November 1965 wurde Michail Jefremow einer der stellvertretenden Vorsitzenden des Ministerrates der UdSSR und bekleidete das Amt eines stellvertretenden Ministerpräsidenten bis zum 29. Oktober 1971. Als Nachfolger von Pjotr Andrejewitsch Abrassimow wurde er daraufhin am 30. Oktober 1971 Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter in der DDR und verblieb auf diesem diplomatischen Posten in Ost-Berlin bis zum 7. März 1975, woraufhin ihn wiederum Pjotr Abrassimow ablöste. Er selbst wiederum trat am 10. März 1975 die Nachfolge von Awerki Borissowitsch Aristow als Botschafter in Österreich an und behielt dieses diplomatische Amt in Wien bis zu seiner Ablösung durch Gennadi Serafimowitsch Schikin am 26. Oktober 1986.
Für seine Verdienste wurde Jefremow mehrmals ausgezeichnet und erhielt unter anderem drei Mal den Leninorden, den Orden der Oktoberrevolution, den Orden des Roten Banners der Arbeit, den Orden der Völkerfreundschaft, den Orden des Roten Sterns sowie die Medaille „Für Tapferkeit der Arbeit“. Nach seinem Tode wurde er auf dem Moskauer Kunzewoer Friedhof beigesetzt.
Veröffentlichung Die unverbrüchliche Freundschaft zwischen der UdSSR und der DDR ist Unterpfand unserer gemeinsamen Erfolge im Kampf für Frieden und Sozialismus. Rede des außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafters der UdSSR in der DDR, Michail Timofejewitsch Jefremow, am 9. Mai 1972 auf einer Veranstaltung des Bezirksvorstandes der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in der Hauptstadt der DDR, Berlin, Zentralvorstand der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Berlin 1972
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Kategorie:Stellvertretender Regierungschef Kategorie:Sowjetischer Botschafter in der DDR Kategorie:Sowjetischer Botschafter in Österreich Kategorie:Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU Kategorie:Abgeordneter (Oberster Sowjet der UdSSR) Kategorie:Komsomol-Funktionär Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Ordens der Oktoberrevolution Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Ordens der Völkerfreundschaft Kategorie:Träger des Ordens des Roten Sterns Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1911 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann