Der Skalnik (deutsch Freie Koppe oder Friesensteine) ist ein 945 m hoher Berg in den Sudeten und die höchste Erhebung im Powiat Kamiennogórski der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Lage Der Skalnik liegt im zentralen Teil des Landeshuter Kammes zwischen den Orten Karpniki (Fischbach) und Czarnów (Schwarzenberg) südöstlich von Jelenia Góra (Hirschberg im Riesengebirge). Das Gebirge bildet einen nordöstlichen Ausläufer der Sudeten zwischen dem Riesengebirge und dem Bober-Katzbach-Gebirge. Der Skalnik erhebt sich aus einem ausgedehnten Waldgebiet und bildet den höchsten Punkt eines langgestreckten Kammes.

Geographie Der Berg besteht überwiegend aus metamorphen Gesteinen des östlichen Sudetensystems. Charakteristisch sind Blockfelder und Granitformationen, die besonders an den Gipfelhängen auftreten.

Der Gipfelbereich ist bewaldet und weist nur geringe natürliche Aussichtsmöglichkeiten auf. Aussicht bot historisch vor allem ein nahegelegener Felskopf südwestlich des höchsten Punktes, der bereits in älteren Wanderführern als Aussichtspunkt beschrieben wird.

Hydrologisch gehört das Gebiet zum Einzugsbereich des Bober, dessen Zuflüsse die Täler des Landeshuter Kammes entwässern.

Naturschutz Der Skalnik liegt im Gebiet des Landschaftsschutzparks Landeshuter Kamm, der zum Schutz der charakteristischen Mittelgebirgslandschaft der Rudawy Janowickie eingerichtet wurde.Rudawski Park Krajobrazowy – Regionaldirektion der Staatsforsten (abgerufen am 16. Februar 2026) Teile des Gebiets gehören zudem zum Natura 2000-Schutzgebiet Rudawy Janowickie, das dem europäischen Schutz seltener Lebensräume und Arten dient.Natura 2000 – Rudawy Janowickie (PLH020011) (abgerufen am 16. Februar 2026)

Geschichte Der Skalnik liegt Gebiet des Hirschberger Tales, das sich seit dem 19. Jahrhundert zu einer bedeutenden Fremdenverkehrsregion entwickelt hatte. Mit der Erschließung durch den Gebirgsverein für das Riesengebirge wurden Wege markiert und Aussichtspunkte zugänglich gemacht.

Zeitgenössische Reiseführer beschrieben den Skalnik als ruhiges Wanderziel abseits der stark besuchten Höhen des Riesengebirges. Besonders hervorgehoben wurde der Übergang über den Landeshuter Kamm als aussichtsreiche Höhenwanderung.

Tourismus Der Skalnik ist heute ein wichtiger Punkt im Wanderwegenetz der Rudawy Janowickie. Markierte Wege führen aus Fischbach, Schwarzenberg sowie vom nahegelegenen Kupferberg auf den Gipfelkamm.

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg bestanden zahlreiche Wanderverbindungen über den Skalnik, die in den Führern des Riesengebirgsvereins detailliert beschrieben wurden.

Ein Aussichtspunkt befindet sich auf einer felsigen Nebenkuppe Ostra Mała, die eine freie Sicht über das Hirschberger Tal und zum Riesengebirgshauptkamm ermöglicht.

Auf dem Skalnik direkt gibt es keine Baude. Im Jahr 1907 empfahl der Ortsverschönerungsverein Höhenwiese der Gebirgsvereinsgruppe Schmiedeberg dem Riesengebirgsverein zwar die Initiierung des Baus einer Baude um den Tourismus anzukurbeln; daraus wurde allerdings nichts.

Name Bis 1945 gehörte Niederschlesien zu Deutschland. Der Berg wurde als Freie Koppe oder als Friesensteine bezeichnet. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel das Gebiet an Polen; deutsche Bezeichnungen wurde durch die polnische Bezeichnung Skalnik ersetzt.Sudeten-Wanderung: ... über sieben Gebirge musst du geh’n (abgerufen am 16. Februar 2026)Griebens Reiseführer: Oberschlesien und die angrenzenden Gebiete, Berlin: Albert Goldschmidt, 1920, S. 112 (abgerufen am 16. Februar 2026)Messtischblatt Nr.5161, Kupferberg i. Riesengebirge (1939) (abgerufen am 16. Februar 2026)

Literatur

Einzelnachweise