Der Jagodna (deutsch Heidelberg) ist ein 977 m hoher Berg in den Sudeten und die höchste Erhebung im Habelschwerdter Gebirge, im Powiat Kłodzki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Lage Der Jagodna liegt im mittleren Teil des Habelschwerdter Gebirges auf dem Gebiet der der Stadt- und Landgemeinde Bystrzyca Kłodzka. Das waldreiche Gebirge erstreckt sich südwestlich von Bystrzyca Kłodzka parallel zum Adlergebirge.

Der Jagodna bildet den höchsten Punkt des Habelschwerdter Gebirges, eines langgestreckten Sudetenzuges mit ausgedehnten Nadelwäldern und Hochflächen.

Der Gipfel liegt etwa fünf Kilometer westlich von Długopole-Zdrój (Bad Langenau) und nahe dem Brandpass (Przełęcz Spalona), einem wichtigen Pass innerhalb des Gebirges.

Geographie Der Berg mit zwei nahe beieinander liegende Gipfelpunkten, wobei der südliche mit 977 m die eigentliche höchste Erhebung darstellt. Die Gipfelregion bildet eine flache, bewaldete Hochfläche mit nur schwach ausgeprägtem Gipfelaufbau, während insbesondere die Hang (Gebirge)|Osthänge steiler in Richtung des Tals der Glatzer Neiße abfallen.

Die Góry Bystrzyckie sind Teil der Mittelsudeten und werden durch Täler der Reinerzer Weistritz sowie dem Adlergebirge begrenzt.

Geschichte Bereits im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich das Gebiet um den Heidelberg zu einem beliebten Wander- und Wintersportgebiet des Glatzer Kessels. Der zunehmende Fremdenverkehr führte zum Ausbau von Wegen und Bergbauden, insbesondere im Bereich des Brandpasses.

1895 entstand nahe dem Pass ein Gasthaus, aus dem später die sogenannte Brandbaude hervorging. Sie wurde durch den Glatzer Gebirgsverein erweitert und entwickelte sich zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Bergtouren auf den Heidelberg.

Mit dem Bau der Sudetenstraße in den 1930er Jahren nahm der touristische Verkehr weiter zu; zeitgenössische Beschreibungen heben besonders die Aussicht vom Heidelberg über das Glatzer Land hervor.

Tourismus Heute ist Jagodna ein bedeutendes Wanderziel der Sudeten. Markierte Wege führen vom Brandpass sowie aus den umliegenden Tälern auf die Hochfläche. Die Jagodna-Baude (heute Schronisko PTTK „Jagodna“) dient als Bergunterkunft und Ausgangspunkt für Wanderungen.

Literatur Karl Baedeker: Schlesien. Leipzig 1939. Aloys Bernatzky: Lexikon der Grafschaft Glatz. Leimen/Heidelberg 1984. Verschiedene Beiträge in: Die Grafschaft Glatz, Jahrgang 1939.

Einzelnachweise