Der Mann auf dem Foto ist der Titel der 64. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Herbert Lersch, der um seinen Arbeitsplatz in einem Baumarkt fürchtet, sucht eine Apfelweingaststätte in der Frankfurter Textorstraße auf, um dort ein Gespräch über eine in Aussicht gestellte Nebentätigkeit zu führen. Später am Abend findet seine Ehefrau zu Hause lediglich einen Umschlag mit Bargeld sowie eine schriftliche Nachricht von ihm vor. Tags darauf meldet sich Lersch telefonisch bei ihr und teilt mit, er könne vorerst nicht zurückkehren. Mehrere Tage später wendet sich seine besorgte Frau an Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck.

Der Wirt der Gaststätte bestätigt Lerschs Anwesenheit und berichtet, dieser sei nach einem Telefonat allein mit einem Taxi davongefahren. Privatdetektiv Josef Matula ermittelt über die Taxizentrale den Fahrer, der angibt, Lersch zu einem Haus in Heusenstamm gebracht zu haben. Dort befindet sich das Büro des Architekten Klaus Wilan, der jedoch erklärt, die auf einem Foto gezeigte Person, bei der es sich um Herbert Lersch handelt, nicht zu kennen. Zudem sei sein Büro an jenem Samstag geschlossen gewesen. Eine Mitarbeiterin erwähnt gegenüber Franck, dass die Polizei kürzlich im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt vor Ort gewesen sei.

Tatsächlich hatte der Rentner Paul Huppert wenige Tage zuvor seinen Nachbarn Richard Kischlat erschossen in dessen Gartenhaus aufgefunden. Kischlats Ehefrau Dagmar bestätigt in der Gerichtsmedizin gegenüber Kriminalkommissar Boske den Fund und erklärt, ihr Mann sei in den Wochen zuvor bedroht worden.

Franck erkundigt sich bei Boske nach dem Mordfall im Umfeld des Architekturbüros und erfährt auf einen indirekten Hinweis dessen hin aus einem Zeitungsartikel, dass Kischlat etwa vier Stunden nach Lerschs angeblichem Besuch bei Wilan getötet worden war. Weder Dagmar Kischlat noch Klaus Wilan wollen Lersch gekannt haben. Wilan, den sie nur indirekt durch Erzählungen ihres Mannes kenne, verfügt zudem über ein Alibi für die Tatzeit.

Kurz darauf fordert Herbert Lersch seine Frau telefonisch dazu auf, in ein Hotel nach Mainz zu kommen. Sie informiert unverzüglich Josef Matula, der sie unauffällig dorthin begleitet. Der Portier des Hotels erkennt Lersch auf einem Foto wieder und übergibt Matula dessen Zimmerschlüssel. Im Zimmer findet sich ein Schlüssel zu einem Schließfach im Hauptbahnhof sowie Zigarillos im Aschenbecher, obwohl Lersch Nichtraucher ist. Das Schließfach enthält persönliche Gegenstände von Richard Kischlat, die Matula fotografisch dokumentiert.

Unterdessen beobachtet Friedel Lersch ihren Mann auf dem Platz vor dem Hotel, wie er ein Schriftstück, welches sich als ein Flugticket nach Agadir herausstellt, in eine Zeitung einwickelt und in einen Abfallbehälter wirft. Sie nimmt das Ticket an sich, fährt überstürzt aus Mainz zurück und bereitet zu Hause eine Reise nach Marokko vor, um ihren Mann dort zu treffen. Dr. Franck versucht erfolglos, sie von diesem Vorhaben abzubringen.

Klaus Wilan sucht Dr. Franck auf und gesteht schließlich, Lersch an jenem Samstag doch kurz empfangen zu haben. Franck bemerkt, dass Wilan dieselbe Zigarillomarke raucht wie jene, deren Reste von Matula im Mainzer Hotelzimmer gefunden worden waren, hält ihn jedoch weiterhin nicht für den Mörder.

Matula observiert Wilan bei einem Treffen mit Dagmar Kischlat in einem Restaurant und berichtet Franck telefonisch davon. Noch am selben Abend wird Wilan vor seinem Haus erschossen. Matula sieht lediglich den Schatten eines Flüchtenden. Ballistische Untersuchungen ergeben, dass beide Opfer mit derselben Waffe getötet worden waren. Die Polizei verdächtigt Dagmar Kischlat der Taten. Da diese jedoch für den zweiten Mord ein von Matula bestätigtes Alibi hat, kommt nur noch Herbert Lersch als Täter in Frage, dessen Fingerabdrücke zudem in Kischlats Gartenhaus sichergestellt worden waren.

Die Ermittlungen ergeben, dass Richard Kischlat unterschlagene Wertpapiere in ausländischen Grundbesitz investiert hatte, was von Wilat offenbar herausgefunden worden war. Es liegt dadurch der Verdacht nahe, dass Wilan das Ehepaar mit diesem Wissen erpresste.

Schließlich stellt sich heraus, dass Dagmar Kischlat mit einem Mann, der Herbert Lersch täuschend ähnlich sieht, nach Madrid fliehen will. Dr. Franck erreicht das Paar am Flughafen und deckt auf, dass es sich bei dem Begleiter um den totgeglaubten Richard Kischlat handelt. Dieser hatte den ihm äußerlich stark ähnelnden Herbert Lersch ermordet, dessen Identität angenommen und so versucht, sich den Nachforschungen Wilans zu entziehen. Der im Gartenhaus aufgefundene Tote war somit in Wahrheit Lersch. Vor seiner Ermordung war dieser gezwungen worden, Tonaufnahmen zu erstellen, die seiner Ehefrau später telefonisch vorgespielt wurden. Auch die vermeintliche Leichenidentifizierung durch Dagmar Kischlat, die Zigarillos im Hotelzimmer sowie die Flugtickets nach Agadir dienten als bewusst gelegte falsche Spuren. Das Ehepaar Kischlat wird festgenommen.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen.

Die Szenen in der Wohnung des Ehepaares Kischlat wurden am Sonnenring in Frankfurt-Sachsenhausen nahe des Südfriedhofs aufgenommen, wo mehrere Jahre zuvor bereits Teile der Episode Schwind paßt auf gedreht worden waren.

Des Weiteren wurden Szenen auf dem Mainzer Bahnhofsplatz vor dem dortigen Central-Hotel sowie am Flughafen Frankfurt Main erstellt.

Das Restaurant Zur Germania in der Textorstraße, welches in der Episode Erwähnung findet, existiert tatsächlich.Apfelweinwirtschaft Zur Germania in der Textorstraße Abgerufen am 15. Februar 2026.

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Einzelnachweise

Mann auf dem Foto #Der