Der Kesselbach ist ein 6,49 Kilometer langer und linker Zufluss des Wörsbachs im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Er entspringt südlich von Hünstetten-Kesselbach und mündet nördlich von Idstein-Wörsdorf bei Hof Henriettenthal in den Wörsbach, Dieser entwässert über den Emsbach und die Lahn in den Rhein.
Name und Geschichte Der Name des Baches leitet sich vom mittelhochdeutschen „Kezzel“, also Kessel oder Gefäß ab, das sich auf eine kesselförmige Bodensenke oder Talmulde bezieht.Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Etymologie der Gewässernamen und der zugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen. S. 268 Ob sich – wie in LondorfMittelhessisches Flurnamenbuch: Kesselbach bei lagis.hessen.de – aus dem Gewässernamen der gleichlautende Ortsname Kesselbach entwickelt hat oder umgekehrt, ist unklar. Die ältesten Belege zum gleichnamigen Dorf stammen aus den Jahren 1250/1260 mit den Namensformen „Keszelbach“ und „Kezelbach“ sowie aus dem Jahr 1336, in dem er als „Kezzelbach“ bezeichnet wurde.Kesselbach (Dorf) , bei lagis.hessen.de
Der Kesselbach gehört zu den grobmaterialreichen, silikatischen Mittelgebirgsbächen.Kesselbach, auf Website wildebaechehessen.de des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat Er ist als Gewässer dritter Ordnung eingestuft, damit fällt sein Unterhalt in die Zuständigkeit der Stadt Idstein.Fließ- und Stillgewässer im Idsteiner Land, bei idstein.de
links|mini|Kesselbach im März 2024 Im Januar 2020 wurde der Kesselbach als einziger Bach in Idstein in das Förderprogramm „100 Wilde Bäche für Hessen“ des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat aufgenommen. Geplant war, im Mündungsbereich in den Wörsbach naturnahe Strukturen herzustellen und eine Fläche für einen Gewässerrandstreifen bereitzustellen. Im Rahmen einer Begutachtung wurde festgestellt, dass sich der Bach „über weite Strecken in einem guten Zustand befindet.“ Weitere Maßnahmen zur Renaturierung waren nicht erforderlich.
Geographie Verlauf Der Kesselbach entspringt nahe des Idsteiner Ortsteils Ehrenbach und liegt ca. einen Kilometer nördlich und etwa 1,2 Kilometer südöstlich des gleichnamigen Hünstettener Ortsteils Kesselbach. Anschließend verläuft er über die Gemarkung von Kesselbach in nordöstlicher Richtung immer durch forst- und landwirtschaftlich genutzte Abschnitte. Im Verlauf dieser Fortführung nimmt er zwei kleinere namenlose Bäche, den Auroffer Bach, den Rombach sowie den Wallbach auf und passiert die Ringwallanlage Nack, bevor er nach 6,49 Kilometern nördlich von Idstein-Wörsdorf bei Hof Henriettenthal in den Wörsbach mündet.Verlauf des Laubachs auf dem
Zuflüsse Von der Quelle zur Mündung Auroffer Bach (rechts), 2,1 km (mit Eschenhahner Bach 5,7 km), 11,96 km² Rombach (rechts), 0,8 km Wallbach (links), 3,5 km
Literatur Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Etymologie der Gewässernamen und der zugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033859-1.
Weblinks
Verlauf des Laubachs auf dem , abgerufen am 15. Februar 2026 Kesselbach, auf Website wildebaechehessen.de des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, abgerufen am 15. Februar 2026 Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS), bei lagis-hessen.de, abgerufen am 15. Februar 2026 Fließ- und Stillgewässer im Idsteiner Land, bei idstein.de, abgerufen am 15. Februar 2026
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Idstein) Kategorie:Geographie (Hünstetten) Kategorie:Gewässer in der Idsteiner Senke Kategorie:Gewässer im Rheingau-Taunus-Kreis