Der Felix PC war ein IBM-PC-kompatibler Mikrocomputer, der zwischen 1983 und 1984 an der Polytechnischen Universität Bukarest (Lehrstuhl Rechentechnik) als Labormodell entwickelt und anschließend von ICE Felix für die Serienfertigung übernommen wurde.A. Petrescu, T. Moisa, N. Țăpuș, I. Athanasiu, F. Tănase, T. Mihu, T. Domocoș, S. Anghel, G. Drăghicescu: Microcalculatorul FELIX-PC. Polytechnische Universität Bukarest / ICE Felix (PDF, Archivversion). Die Produktion lief von 1985 bis 1990. Ein vergleichbares System war der Junior von FEPER.
Der Felix PC war Teil einer breiteren Entwicklung in den RGW-Staaten, eigene IBM-PC-kompatible Rechner herzustellen. Ende der 1980er-Jahre produzierte nahezu jedes Land des Ostblocks seinen eigenen IBM-PC-Klon, ohne dass nennenswerte Zusammenarbeit stattfand.
Hardware Der Felix PC war modular aufgebaut und konnte wahlweise als 8- oder 16-Bit-System konfiguriert werden, je nach eingesetztem Mikroprozessor (Intel 8088 oder Intel 8086). Dank seiner modularen Struktur ließ er sich sowohl als Universalrechner als auch in spezialisierten Anwendungen mit entsprechenden Hardwareerweiterungen einsetzen.
Das Basismodul umfasste: Prozessor Intel 8086/8088 mit optionalem mathematischem Koprozessor 8087; 256 kB RAM; 8–64 kB EPROM; Disketten-Controller für 5¼- oder 8-Zoll-Diskettenlaufwerke; Schnittstellen für Tastatur, seriellen Drucker, asynchrone/synchrone Kommunikation, Kassettenrekorder und Tongenerator; Echtzeituhr, programmierbare Zähler, Interruptsystem, DMA-Kanal; Steckplätze für Erweiterungsmodule und Peripherieanschlüsse.
Der Systemtakt betrug 5 MHz (Maschinenzyklus 800 ns, E/A-Zyklus 1 μs). Durch den optionalen Koprozessor 8087 ließen sich Gleitkommaoperationen um etwa zwei Größenordnungen beschleunigen.
Im Laufe der Produktion wurde der Felix PC mit CGA-, Hercules- und EGA-Grafikkarten ausgeliefert. Ab 1988 waren auch Konfigurationen mit 20-MB-Festplatten (Winchester) erhältlich.
Preis: 150.000 Lei (1988).
Software Die Software basierte auf den Betriebssystemen IBM PC-DOS und MS-DOS (Versionen 3.0–3.3) und umfasste: Systemprogramme für Benutzerschnittstelle, Dateiverwaltung und Diagnoseprogramme; Ausführungs- und Debugging-Werkzeuge; Assembler und BASIC-Übersetzer; BASIC-Interpreter mit Grafikfunktionen; Entwicklungsumgebungen für Pascal, C, Prolog, Edison und Modula-2; Anwendungsprogramme für CAD, Textverarbeitung, Datenbanken, Datenerfassung, Grafik und kaufmännische Anwendungen.
Die Kompatibilität mit verbreiteten Systemen (IBM PC XT, IBM PS/2 Modell 30, Sanyo 550, Olivetti M24 u. a.) stellte eine große Vielfalt an verfügbarer Software sicher.
Einzelnachweise
Weblinks Microcalculatorul FELIX PC (PDF, rumänisch; Archivversion)
Kategorie:Historischer Computer