mini|Amtsgebäude Beedenbostel Das ehemalige Amtsgebäude Beedenbostel, Am Amtshof 1, in der niedersächsischen Gemeinde Beedenbostel im Landkreis Celle wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2026) wird es zum Wohnen und gewerblich genutzt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Beedenbostel).
Geschichte und Beschreibung Die Vogtei Beedenbostel wurde bis in das 15. Jahrhundert als Vogtei auf dem Grethe, dann als Vogtei Beedenbostel und im 18. Jahrhundert schließlich als Amtsvogtei Beedenbostel bezeichnet. 1438 gehörten 21 Ortschaften der Kirchspiele Beedenbostel und Eschede zur Vogtei, im 18. Jahrhundert umfasste die Vogtei dann 32 Ortschaften der Kirchspiele Beedenbostel, Höhne, Eldingen und Esche. Zu dieser Zeit wurde die Vogtei unterteilt in die (Unter-)Vogteien Höhne und Esche. Auf dem Gebiet der Vogtei bestand ursprünglich ein Go, auf den ein Landgericht zurückgeht, das noch im 17. Jahrhundert in Beedenbostel abgehalten wurde.Martin Krieg: Die Entstehung und Entwicklung der Amtsbezirke im ehemaligen Fürstentum Lüneburg, Göttingen 1922, S. 24–25.
Beim Amtshof befand sich früher eine Ausspannstation, an die eine Gastwirtschaft sowie eine Brennerei angeschlossen waren (Siehe Hofanlage Luttersche Straße 1–3).
Das zweigeschossige, neunachsige ehemalige Amtsgebäude auf Sandstein-Werksteinsockel als Massivbau in rotem handgestrichenen Backsteinmauerwerk, mit ziegelgedecktem Walmdach und Schleppgauben, mittigem Eingang hinter Freitreppe sowie Werksteine als Fassung der Öffnungen und als Eckquader, wurde 1735 (Inschrift) gebaut:Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen 1852 wurde im Königreich Hannover die Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung umgesetzt. Die Rechtsprechung ging an das Amtsgericht Beedenbostel, die Verwaltung blieb im Amt Beedenbostel (so der neue Name der Amtsvogtei Beedenbostel). 1859 wurde das Amt Beedenbostel aufgehoben und das Amt Celle übernahm seine Aufgaben.Behördengeschichte beim Landesarchiv. Nach Aufgabe der Vogtei in Beedenbostel wurde das Haus nach Umbauten für Wohn- und Bürozwecke genutzt.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… Das Amtshaus von 1735 ist eine Besonderheit, da es zu den wenigen Profanbauten des Landkreises gehört, die zu […] der Zeit in Backsteinmauerwerk errichtet wurde[n] ….“
Eine denkmalgeschützte Scheune/Remise von um 1850 auf Sandsteinsockel, in Fachwerk, mit Krüppelwalmdach und Querdurchfahrt, steht hinter und zugleich parallel zum Wohnhaus.
Einzelnachweise
Amtsgebaude Kategorie:Bürogebäude in Niedersachsen Kategorie:Wohngebäude in Niedersachsen Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Erbaut in den 1730er Jahren