Johann Gögl (* 10. März 1826 in KremsMatricula Online – Krems - St.Veit, Taufbuch, 1825–1833, Seite 30, 6. Zeile; † 11. Juli 1892 in WienMatricula Online – Wien 01., St. Augustin, Sterbebuch, 1886–1898, Seite 44, Eintrag Nr. 33, 3. Zeile) war Kaufmann und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Gögl, Johann, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 11. Februar 2026.
Leben Johann Gögl war Sohn des Kaufmanns Zeno Gögl († 1864). Er war Chef eines Handelshauses in Wien (Spezereiwaren, u. a. Kaffeeimport) und übergab im Jahr 1887 den Betrieb an seinen Neffen Zeno. 1853 war er Mitgründer der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft in Wien. 1866 wurde er Verwaltungsrat und von 1891 bis 1892 Vizepräsident der Credit-Anstalt.
Von 1871 bis 1872 war er Vizepräsident und von 1874 bis 1882 Präsident der Handels- und Gewerbekammer Wien. Ab 1886 war er Mitglied und ab 1892 Direktor des Vereins der Ersten österreichischen Spar-Casse in Wien.
Er war Kaiserlicher Rat, Ritter des Franz-Josephs-Orden und erhielt 1873 auch den Orden der Eisernen Krone III. Klasse.
1892 erkrankte er auf dem Kahlenberg, war seit Mitte Juni bettlägerig und starb am 11. Juli 1892 im Alter von 66 Jahren in Wien laut Sterbebuch an einer „Luftröhrenentzündung“.
Er war römisch-katholisch und blieb zeit seines Lebens ledig. Er war der Bruder des Kremser Bürgermeisters Zeno (1818–1896) und Onkel dessen gleichnamigen Sohns Zeno Gögl (1853–1932), der von 1896 bis 1902 Mitglied des niederösterreichischen Landtags war.
Politische Funktionen Johann Gögl war vom 4. November 1873 bis zu seinem Rücktritt am 22. September 1875Mandatsniederlegung In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 4832 rechts unten (online bei ANNO). Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Handels- und Gewerbekammer Wien zuständig. Er trat zurück, damit er sich auf die Tätigkeit als Kammerpräsident konzentrieren konnte. Sein Nachfolger war Alfred Skene.
Am 19. Dezember 1877 wurde er erbliches Mitglied des Herrenhauses.
Klubmitgliedschaften Johann Gögl war Mitglied im Klub der Linken. Im Herrenhaus war er Mitglied der Verfassungspartei. Er war vom 13. Dezember 1883 bis zum 22. Oktober 1885 Präsident-Stellvertreter der Staatsschulden-Kontrollkommission.
Literatur
Gögl Johann In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 128 (online bei ANNO).
Gögl Johann In: Stenographische Protokolle des Herrenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 83 (online bei ANNO) Gögl Johann In: Stenographische Protokolle des Herrenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0009, IX. Session, S. 162 (online bei ANNO) Gögl Johann In: Stenographische Protokolle des Herrenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0010, X. Session, S. 161 (online bei ANNO) Gögl Johann In: Stenographische Protokolle des Herrenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0011, XI. Session, S. 11 (online bei ANNO)
Weblinks Gögl, Johann, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Einzelnachweise
Kategorie:Kaiserlicher Rat Kategorie:Unternehmer (Österreich-Ungarn) Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter) Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (III. Klasse) Kategorie:Mitglied des Herrenhauses (Österreich) Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Wien) Kategorie:Geboren 1826 Kategorie:Gestorben 1892 Kategorie:Mann