Renate Hücking (* 1947 in Werdohl) ist eine deutsche Autorin und ehemalige Fernsehjournalistin.

Biografie Hücking studierte Literaturwissenschaften und promovierte 1980 zum Thema Kriterien amerikanischer Theaterkritik zur Rezeption des deutschsprachigen Dramas auf amerikanischen Bühnen und in der Presse nach 1945 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Sie arbeitete über 20 Jahre als Fernsehredakteurin bei ARD-aktuell und war als Journalistin für Fernsehen, Hörfunk und Zeitschriften tätig. Für Zeitungen schrieb sie zu Lateinamerika, Afrika und Entwicklungspolitik. In ihrem ersten Buch Aus Menschen Neger machen: wie sich das Handelshaus Woermann an Afrika entwickelt hat (mit Ekkehard Launer) thematisierte sie den deutschen Kolonialismus in Afrika.

Seit 2000 ist sie freiberuflich als Autorin und Referentin tätig. Sie schreibt und referiert zur Kulturgeschichte von Gärten und Pflanzen sowie damit befassten Menschen.

Ehrenamtlich war sie mehrjährig Chefredakteurin und Autorin des Magazins blätterrauschen, der Zeitschrift der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur.

Werk Seit 2000 schreibt Hücking vor allem zur Kulturgeschichte von Gärten und Pflanzen sowie über Menschen, die Gärten anlegen oder pflegen, Pflanzen sammeln oder malen. Der Ansatz der Bücher ist journalistisch, die Autorin strebt keine literarische Form an. In der Regel gibt ein ausführliches Literaturverzeichnis im Buch Auskunft über verwendete Quellen.

2002 erschien mit Pflanzenjäger ihr erstes Buch zu Garten- und Pflanzenthemen, geschrieben gemeinsam mit Kej Hielscher. Im Buch wird in biografischen Portraits berichtet, wie exotische Pflanzen auf teils abenteuerlichen Reisen in europäische Gärten und Gewächshäuser gebracht wurden. Dargestellt werden Paul Hermann, Alexander von Humboldt, Adelbert von Chamisso, Philipp Franz von Siebold, Amalie Dietrich, Georg Schweinfurth, Wilhelm Micholitz, Curt Backeberg. Ein zwölfseitiges Literaturverzeichnis schließt das Buch ab. Die Neue Zürcher Zeitung würdigt in einer Rezension 2003 die Reihe „filigraner Lebensbilder“, die Berichte seien „anschaulich, historisch versiert und schwungvoll“.Neue Zürcher Zeitung, 19.04.2003, zitiert nach Perlentaucher Die Zeit urteilt „acht wunderbar lesbare Porträts“ und spricht von einem „liebevoll gestalteten“ Buch.Die Zeit, 12.12.2002, zitiert nach Perlentaucher

Das 2014 erschienene Buch Mit Goethe im Garten wird in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als „Fest für Goetheaner“ bezeichnet. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.02.2014, zitiert nach Perlentaucher Das Buch beschreibt Gärten von Goethe und seinen Weimarer Zeitgenossen. Es kombiniert Pflanzenportraits, Pflanzpläne und Kochrezepte mit Bezügen zu Schriften Goethes. Der Band ist illustriert mit Pflanzen- und Gartenfotografien von Marion Nickig.

Auszeichnungen und Ehrungen 2014 erhielt sie für Mit Goethe im Garten gemeinsam mit Marion Nickig den zweiten Platz des Deutschen Gartenbuchpreises.

Publikationen (Auswahl)

Mehrfach aufgelegt (6. Auflage 2017), außerdem 2004 koreanisch als Singmul-sanyangkkun, Übersetzung durch Suk-hŭi Kim, im Verlag Irum, Seoul, ISBN 89-5707-130-X

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Einzelnachweise

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