mini|alternativtext=Blick vom früheren Friedhof auf die Kirche in Markersbach|Evangelische Kirche in Markersbach Die Evangelische Kirche in Markersbach, einem Ortsteil von Bad Gottleuba-Berggießhübel ist ein Kirchengebäude der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Gottleubatal im Kirchenbezirk Pirna der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
Geschichte Die ältesten Informationen über den Ort aus dem 13. Jahrhundert berichten, dass dieser damals zum Bistum Prag gehörte.http://kirchbauverein-markersbach.de/wp-content/uploads/2022/05/Chronik_Kirche_Markersbach.pdf Die Dorfkirche war infolge des Dreißigjährigen Krieges so zerstört, dass sie abgetragen und vermutlich an derselben Stelle 1653 ein neues Gotteshaus errichtet wurde. In den folgenden Jahrhunderten fanden mehrfach Veränderungen am Bau statt. Hochwässer der Bahra verursachten immer wieder Schäden im Ort, an der Kirche und am Friedhof. „In der Nacht des 22. Juli 1957 kam es wieder zu einem Hochwasser. Durch das mitgeführte Holz und die Steine wurde alles zerstört und verwüstet, was im Bereich der Wassermassen lag. Am Morgen wurde die Zerstörung offenbar. Die Bahra hatte den Friedhof wieder überspült und trug Leichen weg. Ein Grabstein gelangte mit den Fluten sogar bis nach Pirna. 1958 wurde der Friedhof eingeebnet und auf die andere Seite der Bahra hochwassersicher verlegt.“https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sculptures_in_Schlo%C3%9Fbergmuseum_Chemnitz
1520 wurde in der Kirche ein spätgotischer Altar aufgestellt. Auch dieser hatte ein wechselvolles Schicksal. Einige Figuren aus diesem Altar, soweit sie noch erhalten sind, sind heute im Schlossbergmuseum Chemnitz ausgestellt. 1716 wurde der Turm aufgesetzt. 1844 wurde eine kunsthistorisch wertvolle mechanische Schleifladenorgel von Christian Gottfried und seinem Sohn Wilhelm Leberecht Herbrig mit zwölf Registern auf einem Manual und Pedal eingeweiht.Information auf orgbase.nl Im Zweiten Weltkrieg wurden zwei der drei Glocken für Kriegszwecke eingeschmolzen. 1970/1971 fand eine Renovierung der Kirche statt. Auch der Außenstrich wurde erneuert. 1958 wurde das Kirchturmuhrwerk restauriert. Anlässlich des Einbaus einer Heizung wurde 1978 der Innenraum erneuert. 1991 erfolgte ein neuer Außenanstrich. 2000 wurden zwei neue Bronzeglocken eingeweiht.
2004 wurde die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Gottleubatal aus den Gemeinden Cotta, Berggießhübel, Bad Gottleuba, Markersbach und Oelsen gebildet. Seit 2006 gehört die Kirche zur Herbrig-Orgel-Straße. Darauf verweist auch ein kleines Schild rechts vom Eingang zur Kirche.
Besonderheiten der Kirche sind ein Altarkreuz aus der Barockzeit und Taufstein aus der Biedermeierzeit. Ein Kirchbauverein kümmert sich um den Erhalt der Kirche. Das größte Problem ist der Hausschwamm. Die Kirche ist normalerweise tagsüber geöffnet.
Fotos
Literatur
Weblinks
Website der Kirchgemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Bauwerk in Bad Gottleuba-Berggießhübel Kategorie:Kulturdenkmal in Bad Gottleuba-Berggießhübel Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Erbaut 1653 Kategorie:Kirchengebäude in Europa