The Feeling of Jazz ist ein Musikalbum von Tommy Newsom und Ken Peplowski. Die am 14. und 15. Oktober 1997 in den Avatar Studios in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen am 6. April 1999 auf Arbors Records.
Hintergrund Der Saxophonist Ken Peplowski kam 1997 zu einer Session zusammen mit Tommy Newsom, der ebenfalls Tenorsaxophon spielt, doch hier trafen zwei Tenorsaxophonisten aufeinander, die nicht unbedingt für ihr Spiel auf diesem Instrument bekannt sind, merkt Michael G. Nastos an. Tommy Newsom spielte hauptsächlich Altsaxophon in der Tonight Show Big Band, während Peplowski vor allem als Klarinettist bekannt war.
Deren harmonisches Zusammenspiel könne als eine Hommage an das klassische Quintett betrachtet werden, das ab den späten 1950er-Jahren von Al Cohn und Zoot Sims zwar gemeinsam, aber unregelmäßig geleitet wurde, notierte Jack Sommer. Newsome und Peplowski werden begleitet von dem Pianisten Ben Aronov, dem Gitarristen Mike Peters, dem Bassisten Greg Cohen und dem Schlagzeuger Chuck Redd.
Titelliste Tommy Newsom and Ken Peplowski: The Feeling of Jazz (Arbors Records – ARCD 19195) Only a Rose (Brian Hooker, Rudolf Friml) 5:43 The Feeling of Jazz (Bobby Troup, Duke Ellington, George T. Simon) 8:23 Too Late Now (Alan Jay Lerner, Burton Lane) 6:42 Bennys Pennies (Ben Aronov) 5:57 All Alone (Irving Berlin) 5:34 Skylark (Hoagy Carmichael, Johnny Mercer) 4:25 Titter Pipes (Tommy Newsom) 4:16 It’s Sand, Man (Buck Clayton) 7:28 I’ll Close My Eyes (Billy Reid, Buddy Kaye) 6:19 Opus De Funk (Horace Silver) 5:40 Lover, Come Back to Me (Oscar Hammerstein II, Sigmund Romberg) 10:08
Rezeption Michael G. Nastos verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, gemeinsam würden sie wunderbaren Mainstream-Jazz spielen, vorwiegend Standards, in einer so wohlklingenden Weise, wie man es sich nur wünschen kann. Konsequent in Instrumentierung und musikalischer Haltung, tauschten sie Melodien in Riffs wie in einem angeregten Gespräch aus, spielen wunderschön unisono und achteten dabei stets darauf, einander nicht in die Quere zu kommen. Newsom agiere sehr direkt und ausdrucksstark und spiele Bebop-Phrasen präzise und virtuos. Peplowski wiederum würde seinen Soli einen Hauch von Luft verleihen; sie sein geschickt, ausdrucksstark und manchmal etwas verspielt. Newsom und Peplowski hätten sichtlich Spaß am Musizieren, und sie verkörperten perfekt das Gefühl echter Partnerschaft auf dieser professionellen Sammlung wunderbarer Jazzklassiker.
Wie Al Cohn und Zoot Sims seien auch Tommy Newsom und Ken Peplowski fest in der Schule verwurzelt, die Wert auf eine lyrische Herangehensweise an die Improvisation, einen warmen Ton, ein gesundes Gespür für den Swing und den bewussten Verzicht auf virtuose technische Virtuosität lege, schrieb Jack Sommer in JazzTimes. Mit dem nötigen Einfühlungsvermögen und Swing, würden die beiden Tenorsaxophonisten lange vernachlässigte Standards interpretieren wie „Only a Rose“, „All Alone“ und „Skylark“, Ellingtons selten gespieltes „The Feeling of Jazz“, Aronovs Bebop-Stück „Bennie’s Pennies“, Newsoms „Titter Pipes“, ein Arrangement, das er vor Jahrzehnten für Benny Goodman schrieb, Buck Claytons „It’s Sand, Man“, Horace Silvers „Opus de Funk“ und die Musical-Melodien „Too Late Now“ und „Lover, Come Back to Me“. Das Album würde durch die unverblümte Ehrlichkeit der hier zu hörenden Klänge auch daran erinnern, „dass für die von Gangstern verblendeten Kulturbanausen noch nicht alles verloren ist, zumindest nicht solange Swinger wie Tommy und Peps eine Chance bekommen“.
Einzelnachweise
Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Ken Peplowski Kategorie:Album 1999