mini|hochkant|Das Museum 2009 Das Barbara Hepworth Museum in St Ives in der englischen Grafschaft Cornwall ist das ehemalige Wohnhaus und Atelier der Bildhauerin Barbara Hepworth und heute ein Museum.

Geschichte Die Bildhauerin Barbara Hepworth (1903–1975) lebte seit 1939 mit ihrem Mann Ben Nicholson in St. Ives. Mit der Aufteilung und Versteigerung des Geländes von Trewyn House bot sich ihr die Möglichkeit, das Trewyn Studio als Atelier sowie umliegendes Land zu kaufen.

Mit Hilfe ihrer Freundin, der Komponistin Priaulx Rainier, entwarf und legte sie ab 1949 einen neuen Garten an, der ihr die Möglichkeit bot, im Freien zu arbeiten und ihre stetig wachsende Skulpturensammlung aufzustellen. Sie integrierte die alten Bäume auf dem früheren Trewyn House-Gelände und wählte Pflanzen mit interessanten Texturen und skulpturalen Eigenschaften für die Neubepflanzung. Sie nutzte das Studio zwei Jahre lang für ihre Bildhauerarbeiten, bevor sie es 1951 zu ihrem ständigen Wohnsitz machte. Der zuvor für ihre Holzschnitzereien genutzte Raum im Obergeschoss des Hauses wurde zu ihrem Hauptwohnraum und Schlafzimmer. Küche, Essbereich und Badezimmer befanden sich im Erdgeschoss.

1961 erwarb Barbara Hepworth den angrenzenden Palais de Danse, ein ehemaliges Kino und Tanzsaal aus dem späten 18. Jahrhundert, als zusätzliches Atelier für die Arbeit mit großen Bronzen. 1965 kaufte sie westlich des ursprünglichen Gartens Land dazu und legte einen weiteren Gartenbereich für ihre Skulpturen an. 1975 wurde das Trewyn Studio durch einen Brand beschädigt, der zum Tod von Barbara Hepworth führte.

Museum und Skulpturengarten Testamentarisch äußerte Barbara Hepworth den Wunsch, das Trewyn Studio und den dazugehörigen Garten im Originalzustand zu erhalten und eine Dauerausstellung ihrer Werke zu zeigen. 1976 wurden nach seiner Restaurierung das Atelier und der Garten von ihren Treuhändern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seit 1980 wird das Barbara Hepworth Museum und Skulpturengarten von der Tate Gallery verwaltet. Es beherbergt die größte Sammlung von Hepworths Werken. Der Palais de Danse blieb bis 2015 im Familienbesitz und gelangte dann als Vermächtnis in den Besitz der Tate Gallery.

Der Skulpturengarten wurde am 30. Januar 2001 mit dem Eintrag in der Rubrik „Park and Garden“ der Statutory List of Buildings of Special Architectural or Historic Interest (Grade II) unter Denkmalschutz gestellt. Der Palais de Danse wurde 2020 ebenfalls in die Denkmalliste (Grade II) aufgenommen und ab 2024 renoviert.

Studio Das Trewyn Studio ist ein kleines Künstleratelier aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert. Es ist aus rohem und verputztem Stein erbaut und besteht aus zwei Stockwerken mit einem Satteldach aus Schiefer. Neben der Werkstatt wird im Erdgeschoß Archivmaterial über Barbara Hepworth und ihr Leben und Fotografien ausgestellt. Im ersten Stock befindet sich ein Raum mit Skulpturen, Gemälden und Fotografien.

Skulpturengarten

Der ca. 0,1 ha große terrassierte Garten fällt sanft von Nordwesten nach Südosten ab mit Blick auf die Bucht von Saint Ives. Die drei Terrassen sind durch Beton-, Kies- und Holzstegwege miteinander verbunden. Er wird im Osten, Norden und Süden von hohen Steinmauern mit rustikalen Steinabdeckungen begrenzt, hinter denen drei Straßen verlaufen, im Westen ist er mit bewachsenen Spalierwänden vom Gelände von Trewyn House getrennt.

In einem von Zierbäumen, Sträuchern und Farnen umrahmten Anlehngewächshaus befinden sich Pflanzen und originale Gipsmodelle für drei Bronzen sowie gepolsterte Stühle mit Rohrgestell aus den 1960er Jahren. In einem eingeschossigen Gartenhaus aus Holz und Glas befindet sich das Bett von Barbara Hepworth. Unterhalb der Nordwand des Gewächshauses erstreckt sich ein mit Fliesen eingefasstes Beet mit Barbara Hepworths Kakteensammlung. Im Garten gibt es außerdem einen von rustikalen Steinen und Zierpflanzen eingefassten Teich mit einer Steinbrücke.

Zu den Gewächsen im Garten gehören unter anderem Zierkirschen, Magnolien, Bambus, verschiedene Kletterpflanzen, immergrüne Zierbäume und -sträucher, Keulenlilien, Blutbuche, Götterbaum, Eichen, Trauerbirne, Yuccas, Chusan-Palme, Rosen, Efeu und Stauden.

Im Garten stehen drei große Steinskulpturen aus den 1950er Jahren und eine Gruppe von etwa zwanzig Bronzeskulpturen unterschiedlicher Entstehungszeit. Die meisten Bronzefiguren im Garten befinden sich an den Stellen, an denen Barbara Hepworth sie selbst aufgestellt hatte. Das monumentale „Walk Through“ wurde im Mai 2017 umfassend restauriert. Zu den Skulpturen im Garten gehören:

Weblinks

Einzelnachweise The Barbara Hepworth Museum and Sculpture Garden, St Ives. In: barbarahepworth.org.uk. Abgerufen am 11. Februar 2026

Barbara Hepworth's St Ives workshop gets listed status. In: BBC vom 18. Mai 2020. Abgerufen am 11. Februar 2026

Barbara Hepworth and her Sculpture Garden. In: Historic England. Abgerufen am 10. Februar 2026

Barbara Hepworth Sculpture Garden. In: Historic England. Abgerufen am 10. Februar 2026

Barbara Hepworth’s Studio in Former Dance Hall Listed at Grade II. In: Historic England vom 18. Mai 2020. Abgerufen am 10. Februar 2026

Tate St Ives previews renovation plans for Barbara Hepworth’s Cornwall studio. In: museumsandheritage.com vom 22. April 2024. Abgerufen am 10. Februar 2026

Barbara Fecchio: 1976-2016: 40th Anniversary of Barbara Hepworth Museum and Sculpture Garden. In: sculpturenature.com vom 21. April 2016. Abgerufen am 10. Februar 2026

Barbara Hepworth Museum and Sculpture Garden. In: Tate Gallery. Abgerufen am 10. Februar 2026

Barbara Hepworth Museum: Visual Story. In: Tate Gallery. Abgerufen am 10. Februar 2026

Kategorie:Kunstmuseum in England Kategorie:Museum (South West England) Kategorie:Bauwerk in Cornwall Kategorie:Garten in Cornwall Kategorie:Grade-II-Bauwerk in Cornwall Kategorie:St Ives (Cornwall) Kategorie:Museumsgründung 1976 Kategorie:Tate Gallery