Hermann Wilhelm von Gaisberg zu Neudegg, seit 1854 Hermann Wilhelm Freiherr von Gaisberg zu Neudegg (* 7. Juni 1824 in Neudegg – heute ein Gemeindeteil von Donauwörth; † 23. April 1905 ebenda) war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben Hermann von Gaisberg zu Neudegg entstammte dem schwäbischen Adelsgeschlecht Gaisberg, von dessen Zweiglinien eine auf Gut Neudegg ansässig war. Er war ein Sohn des Politikers Ludwig von Gaisberg (1775–1852) und dessen zweiter Ehefrau Johanna Rosina Barbara Schultheiß (1784–1838), die in erster Ehe mit dem Regierungsdirektor Georg Carl von BandelLippische Landesbibliothek; Lippelex: Familie Bandel im 18. Jahrhundert Digitalisat verheiratet war.

1854 ließ sich Gaisberg unter Beibehaltung der württembergischen Staatsbürgerschaft in die bayerischen Adelsmatrikel eintragen. Damit erhielt er einen erblichen Sitz und Stimme in der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns, den er von 1882 bis 1904 innehatte.

Er war kommunalpolitisch engagiert und hatte einen Sitz im Kreistag des Kreises Schwaben und Neuburg. Gaisberg machte sich für die Belange der bayerischen Landwirtschaft stark und war im Kreisausschuss Schwaben und Neuburg des landwirtschaftlichen Vereins in Bayern.

Familie Von Gaisberg zu Neudegg war seit dem 2. Oktober 1854 mit Klementine Freiin von Schaezler (1835–1922) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Kinder Sigmund Ludwig Ferdinand (* 1856, Diplom-Ingenieur), Karl Hermann Klemens (1857–1877 Offiziersanwärter), Wilhelm Jakob (1860–1930) und Armin Franz Alfred (1863–1928 Kammerherr, Oberjägermeister) hervor.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 15. Wahlperiode)

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Einzelnachweise

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