mini|Otto Hoffmann, Südländische Siedlung, 1938, Besitzer: Menso Folkerts Otto Hoffmann (* 15. April 1906 in Heppens (heute zu Wilhelmshaven gehörig); † 11. Mai 1980 in Hannover) war ein deutscher Maler, Grafiker und Lehrer.
Leben mini|hochkant|Otto Hoffmann, Frau vor Spiegel, o. J., Besitzer: Menso Folkerts Hoffmann war der Sohn des Tischlermeisters Otto Hoffmann und dessen Ehefrau Friederike, geb. Ahlrichs. Von 1915 bis 1922 besuchte er das Realgymnasium in Rüstringen im Land Oldenburg (heute Teil von Wilhelmshaven). Nach einer zweijährigen Lehre in Banken und Sparkassen studierte er von 1924 bis 1925 an der Staatlichen Kunstschule zu Berlin Freihandzeichnen bei Wilhelm Jordan und Malerei bei Willi Maillard. Danach folgten von 1925 bis 1926 Studien an der Kunstakademie Düsseldorf. 1926 legte er in Düsseldorf die Zeichenlehrerprüfung und 1928 die Werklehrerprüfung ab.
In den folgenden Jahren wirkte Hoffmann als Zeichen- und Werklehrer an verschiedenen Schulen im Rheinland und im Umfeld des heutigen Wilhelmshaven, unter anderem am Mariengymnasium Jever (1932–1935). Seit 1935 war er als Oberschullehrer am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium Hannover angestellt. 1938 unternahm er eine zweimonatige Studienreise nach Italien und im Juli 1939 eine längere Studienreise in die Niederlande. Im April 1939 wurde er als Oberschullehrer auf eine Zeichenlehrerstelle an der Leibnizschule Hannover versetzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm er seine Lehrtätigkeit an der Leibnizschule wieder auf. Dort wirkte er, seit 1955 als Studienrat und seit 1966 als Oberstudienrat, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1968. Im Ruhestand zog sich Hoffmann weitgehend ins Privatleben zurück und beteiligte sich nicht mehr an Ausstellungen.Die Dokumente zum Leben von Otto Hoffmann befinden sich im schriftlichen Nachlass von Otto Hoffmann in Oldenburg in Privatbesitz. mini|hochkant|Otto Hoffmann, Weiblicher Akt, o. J., Besitzer: Menso Folkerts
Künstlerisches Werk Hoffmanns malerisches und zeichnerisches Werk blieb einer gemäßigten, realistischen Moderne verpflichtet. Es dominieren Landschaftsbilder, Porträts, Stillleben und Genredarstellungen aus seiner norddeutschen Heimat. Aber auch die Erfahrung der südlichen Landschaft Italiens hat in seinem Werk deutliche bildnerische Spuren hinterlassen.
Ein für sein Schaffen in den 1930er Jahren charakteristisches Bild („Tänzerin“) wurde 1937 in der Ausstellung in der 1. Großen Deutschen Kunstausstellung im Münchner Haus der Deutschen Kunst gezeigt (Katalog-Nr. 297) und nach dem Ende der Ausstellung von der Reichskanzlei erworben.Grosse Deutsche Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu München. Offizieller Ausstellungskatalog. Knorr & Hirth, München 1937, , S. 49, Nr. 297. Nach 1949 ging das Bild in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über und wurde mehrfach an Botschaften im Ausland ausgeliehen. Zuletzt befand es sich in der deutschen Botschaft in Togo, ist dort aber nicht mehr vorhanden.Marlies Schmidt: Die „Große Deutsche Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu München“. Rekonstruktion und Analyse. Dissertation. Universität Halle 2010, , S. 202 (Nr. 297) und S. 458 (online).
Im Jahr 1954 kaufte die Stadtverwaltung Wilhelmshaven von Hoffmann das Bild „Windmühle“ (Öl auf Leinwand, 50 × 70 cm) für das Rathaus. Heute befindet es sich in der Städtischen Gemäldesammlung in Wilhelmshaven.Hoffmann, Otto auf den Seiten der Städtischen Gemäldesammlung
Über 50 weitere Gemälde (vorwiegend Ölgemälde) sowie Grafiken und Skulpturen von Hoffmann sind erhalten. Die meisten von ihnen befinden sich in Privatbesitz.
Literatur Otto Hoffmann – ein Leben für die Kunst und ihre Lehre. In: VEL-Mitteilungen (Verband ehemaliger Leibnizer), 1981, 47. Heft, S. 1928–1929 (mit einer Porträtfotografie Hoffmanns).
Einzelnachweise
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