Fritz (Friedrich) Byloff (* 8. August 1875 in Marburg an der Drau/Maribor; † 12. Mai 1940 in Graz) war ein österreichischer Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.Byloff, Fritz. In: Bernhard A. Reismann/Franz Mittermüller: Stadtlexikon (= Geschichte der Stadt Graz, Bd. 4). Eigenverlag der Stadt Graz, Graz 2003, S. 66, ISBN 3-902234-02-4; G, Wesener: Byloff, Fritz (Friedrich). In: Österreichisches Biographisches Lexikon (Online) (abgerufen am 8. Februar 2026).

Leben und Wirken Nach seiner Reifeprüfung (Matura) in Cilli/Celje 1893 studierte Fritz Byloff Rechtswissenschaft an der Universität Graz und promovierte dort 1897 zum Dr. jur. Zunächst war er als Rechtsanwaltsanwärter tätig und habilitierte sich 1902 an der Universität Graz für das Gebiet Strafrecht und Strafprozessrecht. 1906 legte er die Prüfung als Rechtsanwalt am Oberlandesgericht Graz ab und betrieb seither eine eigene Rechtsanwaltskanzlei. An der Universität Graz war er zunächst als Professor ohne Besoldung tätig. Erst 1924 erhielt er eine besoldete außerordentliche Professur. In seinem Todesjahr (1940) erhielt er als Nachfolger von Adolf Lenz ein Ordinariat.

Neben seinen Veröffentlichungen zum österreichischen Strafrecht und seiner Geschichte beschäftige sich Fritz Byloff volkskundlich außerdem mit dem Hexenwesen und der Zauberei.

Veröffentlichungen (Auswahl) Das Verbrechen der Zauberei (crimen magiae). Ein Beitrag zur Geschichte der Strafrechtspflege in Steiermark. Leuschner & Lubensky, Graz 1902. Vertragsbruch und Strafrecht. Eine kriminalpolitische Studie aus dem österreichischen Rechte. Leuschner & Lubensky, Graz 1905. Das Wahlstrafrecht Österreichs. Manz, Wien 1907. Die Land- und peinliche Gerichtsordnung Erzherzog Karls II. für Steiermark vom 24. Dezember 1574. Ihre Geschichte und ihre Quellen (= Forschungen zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Steiermark, Bd. 6,3). Styria, Graz 1907. Das advokatorische Immunitätsrecht in Österreich. Eine strafrechtliche Untersuchung. Moser, Graz 1914. Die Teufelsbündler. Eine Episode aus der steirischen Gegenreformation. Stocker, Graz 1926. (Hrsg.): Volkskundliches aus Strafprozessen der österreichischen Alpenländer. Mit besonderer Berücksichtigung der Zauberei- und Hexenprozesse 1455 bis 1850 (= Quellen zur deutschen Volkskunde, Bd. 3). de Gruyter, Berlin 1929. Strafrechtsfälle für praktische Übungen. Leuschner & Lubensky, Graz 1932. Die Justiz gegen die Sudetendeutschen. Äußerungen zum Brünner "Volkssport-Prozeß". Karras & Koennecke, Halle/S. 1933. Hexenglaube und Hexenverfolgung in den österreichischen Alpenländern (= Quellen zur deutschen Volkskunde, Bd. 6). de Gruyter, Berlin 1934. Das steirische Landprofosenamt. In: Mitteilungen des Österreichischen Instituts für Geschichtsforschung, Bd. 50 (1936), S. 334–368.

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Strafrechtler (20. Jahrhundert) Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert) Kategorie:Volkskundler Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz) Kategorie:Absolvent der Universität Graz Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1875 Kategorie:Gestorben 1940 Kategorie:Mann