Juan Carlos Oblitas Saba (* 16. Februar 1951 in Mollendo, Region Arequipa) ist ein ehemaliger peruanischer Fußballspieler und -trainer. Der Stürmer wurde 1975 Südamerikameister und bestritt 64 Länderspiele für Peru, in denen er elf Tore erzielte. Auf Vereinsebene wurde er sechs Mal als Spieler und fünf Mal als Trainer nationaler Meister.

Karriere Verein Seine Anfänge im Fußball hatte Juan Carlos Oblitas 1965 beim Nacional FBC aus seiner Heimatstadt Mollendo. Nach seinem Umzug nach Lima verbrachte er viele Nachmittage gemeinsam mit seinem Onkel Jacobo Saba im Klub Las Terrazas de Miraflores, wo er regelmäßig Futsal spielte. Mit 17 Jahren wechselte er 1968 zu Universitario de Deportes. Noch im selben Jahr wurde Oblitas mit Universitario sowohl im Junioren- als auch im Reservenwettbewerb Meister. In der Saison 1969 gab er sein Profidebüt gegen Atlético Grau, ehe er Ende 1970 anlässlich der U20-Südamerikameisterschaft 1971 in die peruanische U20-Nationalmannschaft berufen wurde. Sein internationales Pflichtspieldebüt folgte 1972 gegen Stadtrivale Alianza Lima in der Copa Libertadores. Im Verlauf desselben Jahres etablierte er sich unter Trainer Roberto Scarone als Stammspieler in der Offensive von Universitario an der Seite von Oswaldo Ramírez.

1975 wechselte Oblitas nach Spanien zum FC Elche , bevor er von 1976 bis 1977 für den mexikanischen Verein CD Veracruz spielte, bei dem er ein Sturmtrio mit dem Argentinier Jorge Coch und dem Uruguayer Ricardo Brandon bildete. Im August 1977 kehrte er nach Peru zurück und schloss sich Sporting Cristal an. Mit diesem Team gewann er 1979 und 1980 zweimal in Folge die peruanische Meisterschaft. 1980 wechselte er nach Belgien, wo er kurze Zeit für Standard Lüttich und anschließend für RFC Seraing auflief. Mitte 1984 kehrte er erneut nach Peru zurück und spielte wieder für seinen ersten Profiklub Universitario, den er zum Vizemeistertitel führte. In seiner letzten Profisaison 1985 übernahm er die Kapitänsbinde und spielte eine entscheidende Rolle beim Gewinn der nationalen Meisterschaft, obwohl er bereits einige Spieltage vor Saisonende zurückgetreten war.

Nationalmannschaft Oblitas debütierte im März 1973 für die peruanische Nationalmannschaft beim Freundschaftsspiel gegen Guatemala. Zwei Jahre später stand er im Kader bei der Copa América 1975 und kam in allen neun Turnierpartien seines Landes zum Einsatz. Er erzielte drei Turniertore. Peru wurde nach dem Finalsieg gegen Kolumbien zum zweiten Mal Südamerikameister. Mit seinem Nationalteam qualifizierte sich Oblitas sich für die Weltmeisterschaft 1978, bei der er alle sechs Spiele absolvierte. Nach dem Gruppensieg in der ersten Runde schied Peru ohne Punktgewinn in der zweiten Gruppenphase aus. Vier Jahre später qualifizierte sich Peru für die Weltmeisterschaft in Spanien, jedoch schied das Team nach zwei Unentschieden und einer Niederlage in der Gruppenphase aus. Oblitas stand in allen drei Spielen in der Startelf. Sein letztes Länderspiel bestritt er im Rahmen der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1986 gegen Chile. Zwischen 1973 und 1985 absolvierte er insgesamt 64 Länderspiele und erzielte dabei elf Tore.

Trainer Oblitas debütierte 1987 als Trainer und wurde mit Universitario de Deportes in seiner Debütsaison nationaler Meister, bevor er 1990 zu Sporting Cristal wechselte und dort 1991 den Titel sowie 1992 die Vizemeisterschaft gewann. Nach einer kurzen Tätigkeit als Co-Trainer der peruanischen Nationalmannschaft kehrte er zu Sporting Cristal zurück und führte den Klub 1994 und 1995 zur Meisterschaft, wobei das Team 1994 mit 113 Toren als „La máquina celeste“ bekannt wurde. Von 1996 bis 1999 war er Nationaltrainer Perus, erreichte Platz vier bei der Copa América 1997 und verpasste die Weltmeisterschaft 1998 nur knapp. Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale der Copa América 1999 endete seine Amtszeit. Es folgten weitere Stationen bei Sporting Cristal, LD Alajuelense und LDU Quito. Mit LDU Quito erreichte er 2004 und 2005 die Halbfinals der Copa Sudamericana und gewann 2005 die ecuadorianische Meisterschaft. Ab 2007 trainierte er erneut Sporting Cristal und rettete den Klub zunächst vor dem Abstieg, beendete seine Trainerkarriere jedoch 2009 nach einer sportlich enttäuschenden Saison.

Erfolge Spieler Universitario de Deportes Peruanischer Meister: 1969, 1971, 1974, 1985

Sporting Cristal Peruanischer Meister: 1979, 1980

Peru Südamerikameister: 1975

Trainer Universitario de Deportes Peruanischer Meister: 1987

Sporting Cristal Peruanischer Meister: 1991, 1994, 1995

LDU Quito Ecuadorianischer Meister: 2005

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Einzelnachweise

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