Das Haus Ilmtalstraße 24 ist das ehemalige Pfarrhaus der evangelisch-lutherischen Gemeinde in dem Weimarer Ortsteil Taubach. Dieses wird heute als Wohnhaus genutzt. Außerdem befindet sich auf dem Grundstück ein Stallgebäude.
Geschichte Die Bezeichnung Ilmtalstraße in Taubach gibt es seit dem 1. September 1903.Gitta Günther, Rainer Wagner: Weimar. Straßennamen. RhinoVerlag, Ilmenau 2012, S. 80. ISBN 978-3-939399-49-0 Der Schlussstein am Hauseingang gibt mit der Jahreszahl 1771 das Baujahr des Gebäudes zu erkennen. Das zweigeschossige Gebäude mit Satteldach steht mit seiner Traufe leicht verschwenkt zur Straßenflucht. Äußerlich ist es bis auf die mit farbigen Schiefer versehene westliche Giebelwand verputzt. Die symmetrische, fünfachsige Straßenfront mit dem Hauseingang in der Mitte ist laut dem Kunsthistoriker Rainer Müller charakteristisch für die Erbauungszeit. Im Erdgeschoss aus Bruchsteinmauerwerk haben die Fenster scharrierte Werksteingewände und besaßen ursprünglich Klappläden. Die klassizistische Haustür hat zwei gefelderte Flügel. Das Türgewände aus Werkstein hat ein flachbogiges Oberlicht. Die Disposition des Hauses ist dreizonig, mit Hausflur und Treppenhaus in der Mitte und den beidseitig angeordneten Stuben. Im östlichen Teil des Hauses wird der Bau mit einer querliegenden Bruchsteintonne unterkellert, die vom Flur aus über eine einmal abgewinkelte Kellertreppe zu betreten ist. Zur wandgebundenen Ausstattung zählen die Dielenfußböden und Feldertüren aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das Kehlbalkendach mit insgesamt 15 Gespärren hat einen liegenden Stuhl. Westlich des Hauses steht ein kleines zweigeschossiges Stallgebäude aus dem 18. Jahrhundert aus Fachwerk mit einem Laubengang. Der Stallteil hat eine Balkendecke und ist teilweise aus Bruchstein gesetzt. Auch hier wurde die westliche Giebelwand mit Schiefer verkleidet. Wohnhaus und Stall begrenzen einen kleinen gepflasterten Hofraum.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile. E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 1052. In dem einstigen Pfarrhaus wohnte der Schriftsteller Walther Tröge.Wellers Archiv für Stamm- und Wappenkunde, Bd. 6/7, 1906, S. 25 Das wiederum ist kein Zufall, da sein Vater Pfarrer in Apolda war. Einen Pfarrer namens Heinrich August Rudolf Tröge gab es in Taubach von 1899 bis 1929.Liste der Pfarrer in Taubach Dessen Amtsvorgänger wiederum war August Ludwig (1867–1951) als evangelischer Pfarrer, von 1892 bis 1898. Ludwig wurde bekannt als Bienenforscher und Mundart-Dichter.
Einzelnachweise
Kategorie:Wohngebäude in Weimar Kategorie:Kulturdenkmal in Weimar