mini|hochkant=1.4|Teammitglieder der OSG Baden-Baden in der Bundesliga-Endrunde gegen die Sfr. Wolfhagen am 26. April 2026 Die Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 e. V. (kurz OSG Baden-Baden) ist ein deutscher Schachverein mit Sitz in Baden-Baden. Er hat ca. 380 Mitglieder, verfügt über acht Herren-Mannschaften von der Kreisklasse II bis zur Schachbundesliga, eine Damenmannschaft und zahlreiche Jugendmannschaften.
Geschichte mini|hochkant=1.3|Francisco Vallejo Pons und Kiebitze Vincent Keymer (re.) und Alexander Donchenko (li.) am 2. April 2023 im Berliner Willy-Brandt-Haus Der Verein wurde 1930 als Schachclub Baden-Oos durch 15 Schachfreunde im Baden-Ooser Gasthof „Goldener Stern“ gegründet. Noch in der Saison 1998/1999 spielte der Verein in der Landesliga Mittelbadenhttp://www.schachbezirk-mittelbaden.de/chronik_ol.htm, was der fünften deutschen Spielklasse entsprach. Danach begann Wolfgang Grenke, der Vorstandsvorsitzende der Grenkeleasing AG, mit dem Sponsoring des Vereins und ermöglichte so dessen stetigen sportlichen Aufstieg. Unter der Führung von Jürgen Gersinska wurde der Verein im Dezember 2004 in Ooser Schachclub von 1930 Baden-Baden e. V. (kurz: OSC Baden-Baden) umbenannt. Nach einem Konflikt mit dem Sponsor um das Budget für die Frauenmannschaft trat Jürgen Gersinska 2005 von seinem Amt zurück; ihm folgte Helmut Zanner im Amt des ersten Vorsitzenden nach. Am 20. Juni 2008 beschloss die Mitgliederversammlung, sich mit der Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 e. V. zusammenzuschließen und den Vereinsnamen in „Ooser Schachgesellschaft (OSG) Baden-Baden 1922 e. V.“ zu ändern.OSC heißt nun OSG Webseite des Vereins
Sportliche Erfolge mini|Deutscher Mannschaftsmeister 2017 2002 gelang der ersten Mannschaft der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Das angestrebte Ziel des deutschen Meistertitels wurde nach einem 8. Platz 2003, einem 2. Platz 2004 und einem 3. Platz 2005 zunächst nicht erreicht. Am Ende der Saison 2005/06 wurde die Bundesligamannschaft unter der Mannschaftsführung von Sven Noppes dann erstmals deutscher Mannschaftsmeister und verteidigte bis zur Saison 2014/15 in jeder Saison den Titel.
Im Jahr 2022 gewann die OSG Baden-Baden zum sechzehnten Mal die deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Die OSG ist deutscher Rekordmeister.
2002/03 (Svidler, Krasenkow, Hübner, Dautow) und 2004/05 (Svidler, Krasenkow, Dautow, Hübner) gegen die SG Porz, 2006/07 (Krasenkow, Nielsen, Döttling, Schenk) und 2007/08 (Naiditsch, Krasenkow, Döttling, Schlosser) gegen die Solinger SG 1868 gewann die OSG Baden-Baden, jeweils durch einen Finalsieg, die Deutsche Pokal-Mannschaftsmeisterschaft. 2009/10 (Movsesian, Naiditsch, Schlosser, Dautow) gewann man erneut den Pokal, diesmal wieder gegen die SG Porz, 2011/12 (Meier, Naiditsch, Döttling, Gustafsson) folgte der Finalsieg gegen den SK Norderstedt, 2013/14 erneut gegen SG Porz und 2014/15 gegen SC Rotation Pankow (jeweils mit Naiditsch, Nisipeanu, Dautow, Döttling).
mini|Die Damen gewannen 2013 in Baden-Baden die Bundesliga der Frauen Die Damenmannschaft der OSG Baden-Baden errang die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in den Jahren 2003 bis 2005, 2008 bis 2013 und 2015 bis 2016, 2018 und 2022.
Die Jugendmannschaft (U20) wurde 2005 Deutscher Meister, die Mädchenmannschaft U14 wurde 2018 Deutscher Meister.
Spiellokal Seit Ostern 2009 hat die OSG ihre Heimstätte im Schachzentrum Baden-Baden im Kulturhaus LA8 in der Lichtentaler Allee, in unmittelbarer Nähe zu Kurhaus, Theater und Burda-Museum. Zuvor war der Verein im Markgraf-Ludwig-Gymnasium untergebracht, die Bundesligakämpfe wurden im Casino des Hauptsponsors Grenkeleasing AG ausgetragen.
Bekannte Spieler Bekannte aktuelle und ehemalige Spielerinnen des Vereins: Ketewan Arachamia-Grant Viktorija Čmilytė Hou Yifan Jekaterina Kowalewskaja Mai Narva Eva Moser Anna Musytschuk Marija Musytschuk
Bekannte aktuelle und ehemalige Spieler des Vereins: Michael Adams Viswanathan Anand Lewon Aronjan Étienne Bacrot Magnus Carlsen Fabiano Caruana Rustem Dautov Fabian Döttling Jan Gustafsson Andreas Heimann Robert Hübner Rustam Kasimjanov Michał Krasenkow Georg Meier Sergej Movsesjan Arkadij Naiditsch Peter Heine Nielsen Liviu-Dieter Nisipeanu Jean-Noël Riff Alexei Schirow Philipp Schlosser Roland Schmaltz Javohir Sindarov Raoul Strohhäker Pjotr Swidler Maxime Vachier-Lagrave Francisco Vallejo Pons
Vereinsvorsitzende Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 (1922–2008) Oskar Giese, 1922–1928 Arnold Borel, 1930–1938 Friedrich Mues, 1938–1942 Leo Schmid, 1947–1948 Curt Wohl, 1948–1950 Karl Mühlherr, 1950–1952 Aladar von Weigerth, 1952–1954 Robert Sutterer, 1954–1955 Hermann Heußler, 1955–1959 Robert Sutterer, 1959–1974 Anton Iblacker, 1974–1975 Herbert Hauser, 1975–2008
Schachclub Baden-Oos / Ooser Schachclub von 1930 Baden-Baden (1930–2008) Robert Schnell, 1930–1934 Emil Haury, 1934–1945 Eduard Gieringer, 1947–1963 Arthur Lehre, 1963–1967 Franz Mayer, 1967–1971 Arthur Lehre, 1971–1973 Günter Jenner, 1973–1974 Arthur Lehre, 1974–1975 Wolfgang Grenke, 1975–1979 Arthur Lehre, 1979–1980 Günter Jenner, 1980–1984 Helmut Zanner, 1984–1986 Reiner Jung, 1986–2001 Jürgen Gersinska, 2001–2005 Helmut Zanner, 2005–2008
Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden 1922 (seit 2008) Helmut Zanner, 2008–2010 Gerhard Eckarth, 2010–2012 Jens Thieleke, 2012–2016 Patrick Bittner, seit 2016
Siehe auch Badischer Schachverband, Deutscher Schachbund
Weblinks
Internetauftritt des Vereins
Einzelnachweise
BadenBaden, Osg Osg BadenBaden Kategorie:Vereinsgründung 1922